Kolba: Chiphersteller Intel ist für die Sicherheitslücken verantwortlich und haftbar

Liste Pilz fordert Möglichkeit für Sammelklagen

Wien (OTS) - Die von Grazer Forschern mitentdeckten Sicherheitslücken „Meltdwon“ und „Spectre“, die hauptsächlich durch Chips der Firma Intel verursacht werden, werfen grundsätzliche Fragen nach der Haftung der Produzenten für ihre Produkte auf.

“Für die Sicherheit ihrer Chips sind eigentlich die Hersteller verantwortlich, und nicht Software-Ingenieure, die jetzt versuchen, die Lücken zu stopfen“, meint der Klubobmann der Liste Pilz, Peter Kolba.

In den USA sind daher bereits erste Sammelklagen von Verbrauchern gegen Intel anhängig. Auch der Linux-Entwickler Linus Torvalds wird mit dem Satz zitiert: „Will Intel im Grunde sagen: ‘Wir bekennen uns dazu, euch für immer Scheiße zu verkaufen und nie etwas zu reparieren?‘“

Das Stopfen der Sicherheitslücken durch Softwareupdates bringt nämlich messbare Performanceeinbußen mit sich. „Damit haben die Konsumentinnen und Konsumenten jetzt Produkte in ihren Geräten, die entweder gefährlich sind oder nicht so funktionieren wie versprochen. Intel sollte also die schadhaften Chips austauschen und ihre Kunden entschädigen“, fordert Peter Kolba. Falls Intel dazu nicht bereit ist, so ist dies ein weiteres Beispiel dafür, wie dringend nötig es auch in Österreich ist, Sammelklagen juristisch zu ermöglichen.

„Wir haben bereits im Dezember entsprechende Anträge dazu im Nationalrat gestellt. Ich fordere die Regierungsfraktionen dazu auf, endlich politische Initiativen aufzugreifen, die die Mehrheit der Bevölkerung schützt und von denen diese wirklich etwas hat.“

 

 

 

 

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