Konjunktur in Handwerk und Gewerbe zieht an

Geschäftslage nachhaltig verbessert – Fachkräftebedarf über Niveau des Vorjahres

Wien (OTS) - „Es ist sehr erfreulich, dass die Konjunktur in Handwerk und Gewerbe anzieht und sich damit das bisher solide Wachstum positiv entwickelt“, betonte heute, Montag, der Geschäftsführer der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Reinhard Kainz. Mag. Thomas Oberholzner, Direktor der KMU Forschung Austria, hebt insbesondere die konjunkturelle Entwicklung im vierten Quartal hervor, da sich alle Konjunkturindikatoren im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben. „Es ist ein wichtiges Signal, das die Betriebe der Sparte jetzt aussenden. Die Wachstumsraten konsolidieren sich sehr deutlich, sodass auch das Handwerk und Gewerbe auf die Konjunkturlokomotive mit den guten Wachstumsraten aufspringt“, so Oberholzner. „Schon bisher waren wir als Österreichs größte Arbeitgebersparte der verlässliche Stabilisator für die heimische Konjunktur, indem wir durch reelles Wirtschaften in den Vorjahren moderat gewachsen sind“, unterstrich Kainz.

 Laut Oberholzner und den Ergebnissen der KMU Forschung Austria stieg der der Anteil der Betriebe mit einer guten Geschäftslage von 21 Prozent (im 4. Quartal 2016) auf 27 Prozent (im 4. Quartal 2017). Demgegenüber ist der Anteil der Betriebe mit schlechter Geschäftslage von 21 Prozent (4/2016) auf 12 Prozent (4/2017) zurückgegangen. Per Saldo liegt das Stimmungsbarometer damit um 15 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres.

 In den investitionsgüternahen Branchen ist der durchschnittliche Auftragsbestand um 7,7 Prozent gestiegen und der Anteil der Betriebe mit Auslastungsproblemen von 49 Prozent im Vorjahr auf nun mehr 45 Prozent gesunken. Im konsumnahen Bereich meldeten 21 Prozent der Betriebe Umsatzsteigerungen, im 4. Quartal 2016 waren es nur 15 Prozent. Der Anteil der Betriebe mit Umsatzrückgängen ist von 20 Prozent auf 14 Prozent zurückgegangen.

 Auch die Erwartungen der Unternehmerinnen und Unternehmer für den Jahresbeginn sind deutlich zuversichtlicher als im Vorjahr: Der Saldo Optimisten/Pessimisten liegt aktuell bei plus 6 (Vorjahr: - 3) und der Personalbedarf liegt über dem Niveau des Vorjahres.

 „Was wir aber bemerken, ist, dass das gesamtwirtschaftliche Wachstum deutlich höher ist, als in den Handwerksbranchen. Für das Handwerk wären Impulse für nachhaltige Investitionen wünschenswert, z.B. durch Förderungen von Klimaschutz-Investitionen der Haushalte. Damit könnten effektive Beiträge zum Erreichen der Klimaschutzziele geleistet und das Wachstum des heimischen High-Tech-Handwerks stimuliert werden“, so Oberholzner. (PWK010/us)

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