ORF III am Wochenende: Wagner-Tag u. a. mit „Ring-Trilogie aus dem Theater an der Wien“

Außerdem: „Dreikönigskonzert aus Salzburg“ in „ORF III LIVE“, dreiteiliger Chaplin-Abend in der „zeit.geschichte“

Wien (OTS) - Am Wochenende steht ORF III Kultur und Information im Zeichen zweier herausragender Künstler: Während die „zeit.geschichte“ am Dreikönigstag, am Samstag, dem 6. Jänner 2018, Schauspiellegende Charlie Chaplin in den Fokus rückt, heißt es am Sonntag, dem 7. Jänner: Alles Wagner! Anlässlich der ab 13.40 Uhr startenden TV-Premiere der neuproduzierten „Ring-Trilogie aus dem Theater an der Wien“ startet „Erlebnis Bühne Spezial“ bereits ab 9.00 Uhr mit einem Programmschwerpunkt zu Ehren des Komponisten Richard Wagner.

Samstag, 6. Jänner: „ORF III LIVE: Dreikönigskonzert aus Salzburg“ (11.35 Uhr), „Gipfel-Sieg: Der Wille versetzt Berge: Benni Raich trifft Alois Praschberger“ (17.55 Uhr), „zeit.geschichte“ mit „Charlie Chaplin – Wie alles begann“ (20.15 Uhr), „Der Tramp und der Diktator – Chaplins Abrechnung mit Hitler“ (21.15 Uhr) und „Der große Diktator“ (22.15 Uhr)

Am Samstag überträgt ORF III live-zeitversetzt erstmals das traditionelle „Dreikönigskonzert aus Salzburg“ (11.35 Uhr) aus dem Großen Festspielhaus. Zum Auftakt des Jahres spielt die Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg unter der Leitung ihres Chefdirigenten Hansjörg Angerer. „Durch die Wälder, durch die Auen“ lautet das diesjährige Motto, das Carl Maria von Webers romantischer Oper „Freischütz“ entnommen wurde und die enge Verbundenheit von Musik und Natur symbolisiert.
In einer neuen Ausgabe „Gipfel-Sieg: Der Wille versetzt Berge“ (17.55 Uhr) sind im Vorabend Skistar Benni Raich und Unternehmer Alois Praschberger, Firmengründer für Rolltechnik-Geräte, bei Barbara Stöckl zu Gast.
Um einen der wandelbarsten Künstler in der Geschichte des Show-Biz dreht sich danach der dreiteilige „zeit.geschichte“-Abend, beginnend mit der Dokumentation „Charlie Chaplin – Wie alles begann“ (20.15 Uhr) von Serge Bromberg und Eric Lange. Der Film schildert die Erfolgsstory jenes Künstlers, dessen Silhouette mit Melone, Stock und übergroßen Schuhen auch heute noch für einige der schönsten, bewegendsten und einfallsreichsten Kinomomente steht. Besonderer Fokus liegt auf den entscheidenden Jahren seiner Karriere, in denen das eingeläutete 20. Jahrhundert auf das Chaos des Ersten Weltkriegs zutaumelte. In dieser Zeit revolutionierte Chaplin binnen weniger Monate das Kino und eroberte so auf seine Weise – als Tramp und Gentlemen – die ganze Welt. Die nachfolgende Dokumentation „Der Tramp und der Diktator – Chaplins Abrechnung mit Hitler“ (21.15 Uhr) ist eine filmische Auseinandersetzung mit zwei der einflussreichsten Männer ihrer Zeit. Als Victoria Chaplin einst im Nachlass ihres Vaters Charlie stöberte, stieß sie auf einige halbverrostete Filmbüchsen. Auf den 16mm-Filmstreifen fand sich ein einzigartiges Dokument: Ihr Onkel Sydney Chaplin hatte 1939 die Dreharbeiten zum legendären Film „Der große Diktator“ mit seiner Amateurkamera – in Farbe! – begleitet. Abschließend zeigt ORF IIII Chaplins Hitler-Parodie „Der große Diktator“ (22.15 Uhr), die mit fünf Oscarnominierungen als erfolgreichster Film und eines der größten Meisterwerke des Starkomikers gilt.

Sonntag, 7. Jänner: Siebenteiliger „Erlebnis Bühne Spezial“-Tag mit „Richard Wagner und die Juden“ (9.15 Uhr), „Richard Wagner und die Frauen“ (10.10 Uhr), „Wagnerwahn“ (11.05 Uhr), „Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte“ (11.55 Uhr) und „Ring-Trilogie aus dem Theater an der Wien“ mit Hagen“ (13.50 Uhr), „Siegfried“ (16.45 Uhr) und „Brünnhilde“ (20.15 Uhr)

Anlässlich der TV-Premiere der im Dezember im Theater an der Wien uraufgeführten neuproduzierten „Ring-Trilogie“ präsentiert ORF III am Sonntag einen ganzen „Erlebnis Bühne Spezial“-Tag unter dem Motto „Alles Wagner“. Den Auftakt macht bereits um 9.15 Uhr die Dokumentation „Richard Wagner und die Juden“, die die antisemitische Haltung des Komponisten sowie seine komplexen persönlichen Beziehungen zur jüdischen Bevölkerung thematisiert. Das Verhältnis des Komponisten zu seinen Liebschaften, die erheblichen Einfluss auf sein Werk nahmen, wird in „Richard Wagner und die Frauen“ (10.10 Uhr) behandelt. Die Doku „Wagnerwahn“ (11.05 Uhr) lotet danach den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeit Richard Wagners und seiner überwältigenden Musik aus. Zur Entwicklung des Ausnahmekünstlers beigetragen hat sein familiärer Hintergrund, der anschließend im Spielfilm „Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte“ (11.55 Uhr) aufgearbeitet wird.
Um 13.50 Uhr startet schließlich die „Ring-Trilogie aus dem Theater an der Wien“, die das vierteilige Opus Magnum Richard Wagners in drei Teilen aus der Sicht der jungen Generation erzählt, mit der Produktion „Hagen“: Am Anfang steht ein Mord. Hagen tötet Siegfried hinterrücks, während Brünnhilde zusieht. Wie konnte es dazu kommen? Hagen taucht ein in seine Erinnerung und erzählt die Geschichte eines ewigen Kampfes um die totale Macht aus der Verliererperspektive. Dabei werden Szenen aus Wagners „Rheingold“ und der „Götterdämmerung“ verbunden. Bassbariton Samuel Youn singt die Rolle des Hagen, Siegfried wird von Daniel Brenna interpretiert, den Part der Brünnhilde verkörpert Ingela Brimberg. Aris Argiris gibt den Wotan, Martin Winkler den Alberich und Marcel Beekman ist als Mime zu erleben. Es singt der Arnold Schoenberg Chor unter der Leitung von Erwin Ortner, begleitet durch das ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Um 16.45 Uhr steht „Siegfried“ auf dem Programm. Der zweite Teil des Werks zeichnet die Entwicklungsgeschichte Siegfrieds nach, der den tödlichen Strukturen der dritten Generation nicht entkommen kann und den ewigen Kreislauf der Gewalt weitertreibt, und verbindet diesen mit Szenen aus der „Walküre“. Liene Kinča übernimmt die Rolle der Sieglinde, Daniel Johansson die des Siegmunds.
Im Hauptabend folgt schließlich das Finale der „Ring-Trilogie aus dem Theater an der Wien: Brünnhilde“ (20.15 Uhr). Der sogenannte „letzte Abend“ der Trilogie, in dem alte Strukturen und Machtverhältnisse überwunden werden, erzählt die Geschichte aus weiblicher Perspektive. Musikalisch wird eine Szene aus der „Walküre“ mit großen Teilen der „Götterdämmerung“ verknüpft.

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