SOS Mitmensch: Verteidigungsminister Kunasek sagt in Krone-Interview Unwahrheit

Mehrfache Verstrickung in neonazinahe „Aula“

Wien (OTS) - SOS Mitmensch übt scharfe Kritik an unwahren Aussagen von Neo-Verteidigungsminister Mario Kunasek. In einem heute veröffentlichten Interview mit der Kronenzeitung behauptet Kunasek, er habe in der rechtsextremen „Aula“ keinen Beitrag veröffentlicht, sondern es sei lediglich eine seiner Presseaussendungen abgedruckt worden, was er nicht beeinflussen habe können. Doch Kunasek sagt nachweislich die Unwahrheit, wie SOS Mitmensch belegen kann.

Eine Recherche von SOS Mitmensch zeigt, dass mehrfach Beiträge des jetzigen Verteidigungsministers in der rechtsextremen und neonazinahen „Aula“ veröffentlicht wurden: im Juni 2016 ein ganzseitiger Kommentar und im Oktober 2016 ein halbseitiger Beitrag inklusive Foto. Darüber hinaus hat Kunasek dem antisemitischen und rassistischen Magazin im Mai 2015 ein doppelseitiges Interview gegeben. Weiters sei im April 2016 ein doppelseitiger Beitrag des steirischen FPÖ-Landtagsklubs in dem Magazin, das offen mit Neonazigruppierungen sympathisiert und auch Beiträge von Neonazis abdruckt, veröffentlicht worden. Doch das alles sei nur die Spitze eines Eisberges, so SOS Mitmensch. Denn im in den vergangenen Jahren haben eine ganze Reihe an steirischen und auch bundespolitischen FPÖ-Funktionären, von Strache und Hofer abwärts, Inserate, Werbefotos, Interviews, selbst verfasste Beiträge und teilweise sogar Huldigungsschreiben in der „Aula“ abdrucken lassen.

„Wir haben von Anfang an gesagt, dass Personen, die ein Naheverhältnis zum organisierten Rechtsextremismus haben, nicht vertrauenswürdig sind. Kunasek bestätigt das nun, indem er die Medien und die gesamte österreichische Öffentlichkeit durch unwahre Aussagen bezüglich seiner Verstrickung in rechtsextreme und neonazinahe Kreise hinters Licht zu führen versucht. Kunasek ist als Leiter eines sicherheitsrelevanten Ministeriums untragbar“, sagt Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

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