„matinee“-Doppel: Neujahrskonzert-Dakapo und Bolero am Dreikönigstag, Jansons-Porträt und TV-Musikgeschichte am Sonntag

Am 6. und 7. Jänner ab 9.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Am Feiertagswochenende präsentiert ORF 2 ein hochkarätiges matinee“-Doppel: So wartet der ORF-Kulturvormittag am Dreikönigstag, am Samstag, dem 6. Jänner 2018, mit dem traditionellen Dakapo des „Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker“ (9.55 Uhr) auf, heuer schwungvoll geleitet von Maesto Riccardo Muti. Zur Einstimmung stehen Georg Rihas ORF-Film zur Konzertpause mit dem Titel „Wiener Moderne 1918 · 2018“ (9.05 Uhr) sowie die Reportage „Hinter den Kulissen des Neujahrskonzerts“ (9.30 Uhr) von Thomas Bogensberger auf dem Programm. Zum Abschluss der Feiertags-„matinee“ rückt die Dokumentation „Leidenschaft Bolero, Maurice Ravel“ (12.00 Uhr) von Michel Follin die wohl erfolgreichste Rhythmusstudie der Musikgeschichte in den Mittelpunkt.

Die von Clarissa Stadler präsentierte „matinee“ am Sonntag, dem 7. Jänner, zeigt zunächst Robert Neumüllers Porträt „Mariss Jansons – Musik ist die Sprache von Herz und Seele“ (9.05 Uhr) anlässlich des 75. Geburtstags des Stardirigenten am 14. Jänner. Danach lässt die Dokumentation „Musik macht Fernsehgeschichte“ (10.00 Uhr) von Reiner E. Moritz 60 Jahre musikalischer TV-Historie Revue passieren.

Samstag, 6. Jänner:

„Wiener Moderne 1918 · 2018“ (9.05 Uhr)

Die von Georg Riha gestaltete musikalische Hommage an die Kunstepoche und einige ihrer bedeutendsten Künstler eröffnet den TV-Reigen zum Jahr der Wiener Moderne, das heuer Otto Wagner, Gustav Klimt, Egon Schiele und Koloman Moser umfassend gedenkt. An verschiedenen historischen Wiener Spielstätten musizieren ausgewählte Ensembles der Wiener Philharmoniker. Sie repräsentieren charmant und mit Augenzwinkern das musikalische Wien der vorletzten Jahrhundertwende.

„Hinter den Kulissen des Neujahrskonzerts“ (9.30 Uhr)

Der alljährliche Blick hinter die Kulissen des Neujahrskonzertes zeigt auch diesmal Neues und Aufregendes von den monatelangen Vorbereitungen zum berühmtesten aller philharmonischen Konzerte und gilt u. a. den zwei vom ORF produzierten Balletteinlagen, getanzt von Solisten und Halbsolisten des Wiener Staatsballetts. Beide Ballettschauplätze machen auf Jubiläen und Jahrestage von 2018 aufmerksam: Der Hietzinger Hofpavillon erinnert an den 100. Todestag seines Architekten Otto Wagner, in Schloss Eckartsau hat Kaiser Karl 1918 die Verzichtserklärung über die ungarischen Regierungsgeschäfte unterschrieben und damit das Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie besiegelt. Die Choreografie zur „Stephanie-Gavotte“ und zum Walzer „Rosen aus dem Süden“ stammt von Davide Bombana, die edlen Kostüme hat Jordi Roig entworfen.

„Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2018 – Wiederholung“ (9.55 Uhr)

Mit dem italienischen Dirigenten Riccardo Muti kehrte ein herausragender Meister der Klassik an das Neujahrskonzert-Pult zurück. Am 1. Jänner leitete er bereits zum fünften Mal das traditionelle musikalische Ereignis und stellte darin viele Werke vor, die bisher noch nie in diesem Rahmen zu hören waren: so zum Beispiel den „Myrthenblüten-Walzer“ von Johann Strauß, seine Polka française „Brautschau“ oder den „Marienwalzer“ und den „Wilhelm-Tell-Galopp“ von Johann Strauß Vater. Die Polkas „Leichtes Blut“ und „Freikugeln“ von Johann Strauß fanden sich schon lange nicht mehr im Programm, Strauß‘ Walzer „Geschichten aus dem Wienerwald“ feierte gar sein 150. Uraufführungs-Jubiläum. Das Neujahrskonzert wurde vom ORF mit 14 Kameras aufgezeichnet. Die Regie für Konzert und Ballett übernahm zum ersten Mal Henning Kasten.

Sonntag, 7. Jänner:

„Mariss Jansons – Musik ist die Sprache von Herz und Seele“ (9.05 Uhr)

Die Filmdokumentation von Robert Neumüller begleitet den charismatischen Dirigenten nach Amsterdam, Riga, St. Petersburg, Wien und Salzburg und beobachtet ihn bei Konzerten und bei der Probenarbeit unter anderem für das „Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker“. Der 1943 in Riga geborene Jansons absolvierte seine musikalische Ausbildung am Leningrader Konservatorium in den Fächern Violine, Klavier und Dirigieren. Später setzte er seine Studien in Wien bei Hans Swarowsky fort. 1971 gewann er den Dirigentenwettbewerb der Karajan Stiftung Berlin. 1973 wurde er, wie sein Vater Arvid Jansons, stellvertretender Dirigent der Leningrader Philharmonie und leitete bis 2000 das Osloer Philharmonie Orchester. Mariss Jansons ist Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Lang Lang, Rudolf Buchbinder, Bo Skovhus sowie Orchestermitglieder bezeugen in ihren Statements, welch magische Kräfte dieser Mann beim Dirigieren ausstrahlt und damit seine Orchester und das Publikum mitreißt.

„Musik macht Fernsehgeschichte“ (10.00 Uhr)

Seit Anbeginn des Fernsehens gehören Musiksendungen aller Genres zum fixen Bestandteil der Programme. Das Fernsehen hat vor allem auch die klassische Musik für alle Gesellschaftsschichten geöffnet und so einem Millionenpublikum zugänglich gemacht. Bei einer Vielzahl von Auftritten berühmter Künstler, von Glenn Gould bis Plácido Domingo, waren immer auch TV-Kameras dabei – viele sonst unwiederbringliche Momente wurden so filmisch für die Ewigkeit festgehalten. Reiner E. Moritz unternimmt in seiner faszinierenden Dokumentation eine spannende Reise durch die Fernsehgeschichte und bietet ein vergnügliches Wiedersehen mit Igor Strawinsky, Leonard Bernstein, Herbert v. Karajan, Luciano Pavarotti, Anna Netrebko, Jonas Kaufmann, Plácido Domingo, Pierre Boulez, Franz Welser-Möst und vielen mehr.

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