AK Niederösterreich-Wieser: Öffnung der Mangelberufe bringt heimische ArbeitnehmerInnen weiter unter Druck

St. Pölten (OTS) - Die von der schwarz-blauen Bundesregierung verordnete Erweiterung der Mangelberufe wird die Beschäftigten in Niederösterreich weiter unter Druck bringen. Bereits jetzt gibt es ein erhebliches Wachstum an Arbeitsplätzen, die mit ausländischen ArbeitnehmerInnen besetzt werden. Von 100 neuen Stellen, die in Niederösterreich entstehen, kommen nur 24 Personen aus der Arbeitslosigkeit heraus. „Wenn jetzt die Mangelberufe für Drittstaaten weiter aufgemacht werden, öffnet das Lohndumping Tür und Tor“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.  

Niederösterreich ist aufgrund seiner Lage mit besonderen Herausforderungen am Arbeitsmarkt konfrontiert. In den vergangenen sieben Jahren (November 2010 bis November 2017) hat sich das Arbeitskräftepotenzial aus dem EU-Raum mehr als verdoppelt (Plus 122 Prozent).

Eine weitere Öffnung der Mangelberufsliste für Drittstaaten wird diese Situation für die heimischen Arbeitnehmer verschärfen. „Es braucht gerade in wirtschaftlich guten Zeiten nachhaltige Maßnahmen, um die Arbeitslosigkeit zu senken. Gerade ältere ArbeitnehmerInnen haben nach jahrelanger Beschäftigung die Anerkennung ihrer Leistungen zu erhalten, und nicht in die Arbeitslosigkeit gedrängt zu werden und dort verharren zu müssen", so Wieser.

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