Aus für Beschäftigungsprojekte: Frauen sind die Verliererinnen

Als "sozialpolitische Kurzsichtigkeit" kritisiert Kärntens Sozial- und Frauenreferentin Beate Prettner die Streichung der erfolgreichen Beschäftigungsmaßnahmen.

Klagenfurt (OTS) - „Sie waren nicht nur arbeitsmarktpolitische, sondern auch sozialpolitische Notwendigkeiten  - mit der Aktion 20.000 und dem Beschäftigungsbonus hat die türkis-blaue Neo-Regierung nun genau jene zwei Maßnahmen gestrichen, die Tausenden Menschen die Chance gegeben haben, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen“, ist Kärntens Sozialreferentin Beate Prettner über die „unverständliche Nacht- und Nebelaktion“ enttäuscht.

Nutznießer der beiden Aktionen waren auch Hunderte Kärntner Frauen, „die ohne diese Initiative kaum mehr eine Hoffnung auf einen Job haben werden.“  Denn trotz des positiven Trends am Arbeitsmarkt mit einem Plus von acht Prozent in Kärnten würden weiterhin ältere Arbeitslose über 50 Jahre und Frauen zur größten Herausforderung am Jobmarkt zählen. Der Beschäftigungsbonus  -  Halbierung der Lohnnebenkosten für neu geschaffene Jobs – habe binnen sechs Monaten österreichweit 64.000 Jobs geschaffen. „Wer hier von Ineffektivität oder Alibi-Aktion spricht, ignoriert hartnäckig sämtliche Fakten“, so Prettner. Es sei daher „in keiner Weise nachvollziehbar, weshalb die Regierungsparteien plötzlich ein Bremsmanöver hingelegt haben.“

Als Frauenreferentin befürchtet Prettner nunmehr einen weiteren Anstieg der Frauen-Altersarmut: Durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse und fehlende Versicherungszeiten aufgrund von Kinderbetreuung seien insbesondere Frauen von Armut im Alter betroffen.  Mehr als zwei Drittel der Ausgleichzulagenbezieher  in Kärnten sind Frauen, weil „ihre Pension unter dem Richtsatz von 889,84 Euro liegt“, so die Frauenreferentin. „Die Beschäftigungsaktionen, die ÖVP und FPÖ jetzt  gestoppt haben, hätten hier für die Zukunft gezielt gegensteuern können“, kritisiert Prettner das Aus der beiden Erfolgsprojekte. „Das ist eine sozialpolitische Kurzsichtigkeit.“

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