Wiener Tierschutzverein: Reaktion der Exekutive sehr enttäuschend

WTV-Präsidentin Petrovic: Animosität nicht nachvollziehbar und sehr traurig.

Vösendorf (OTS) - Auf das Dementi der Landespolizeidirektion Niederösterreich über die Ereignisse, die rund um Silvester in unmittelbarer Nähe des Wiener Tierschutzvereins stattgefunden haben, reagiert WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic wie folgt: Diese Animosität der Behörden ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar und sehr traurig. Es ging uns nicht darum, hier die Polizei zum Sündenbock zu erklären, sondern darum, auf arge Missstände hinzuweisen und unsere Tiere zu schützen. Die Unterstützung der Exekutive war an diesem Abend mangelhaft und die Verweisung auf unterschiedliche Zuständigkeiten half niemandem weiter. Die aktuelle Stellungnahme der Exekutive ist für uns sehr enttäuschend, da wir sonst eigentlich immer ein ausgezeichnetes Verhältnis mit den Beamtinnen und Beamten der Polizei haben und sie uns in unserer täglichen Arbeit massiv unterstützen“, so Petrovic.

Auch die Unterstellung, der WTV habe in seinen Angaben schlicht übertrieben und es hätten sich nicht hunderte Feierwütige rund um das WTV-Gelände versammelt, ist für Petrovic mehr als befremdlich. „Unsere Wahrnehmung war eine völlig andere und wir haben definitiv weit mehr als 100 Leute gezählt. Es war fast so, als würden die Leute zu einem Konzert wandern. Natürlich waren auch wir mit dieser Situation schlicht überfordert, denn so etwas ist bisher noch nie vorgekommen. Umso mehr hätten wir auf die Hilfe der Behörden gezählt“, sagt Petrovic. Anstatt die Schilderungen des WTV in Frage zu stellen, lädt Petrovic die Exekutive herzlich ein, sich an Ort und Stelle selbst ein Bild zu machen und auch die Reste der Raketen und Böller, die über das gesamte WTV-Gelände verteilt sind, zu begutachten. „Noch einmal: Uns geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern es geht einzig und allein darum, dass wir es in Zukunft gemeinsam besser machen und dafür Sorge tragen, dass derartige Situationen für Mensch und Tier vermieden werden“, so die WTV-Präsidentin.

Denn eigentlich wäre die Polizei laut Pyrotechnikgesetz verpflichtet gewesen, umgehend einzugreifen und die Menschenansammlung aufzulösen. Denn dort steht in Paragraph 38, Absatz 2 zu lesen: „Die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände und Sätze innerhalb und in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Gotteshäusern, Krankenanstalten, Kinder-, Alters- und Erholungsheimen sowie Tierheimen und Tiergärten ist verboten.“ Leider hapert es gerade beim Pyrotechnikgesetz immer wieder an der eigentlichen Vollziehung. „Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben und wir ersuchen die Behörden eindringlich, sich für das nächste Silvester zum Schutz aller Menschen und Tiere in Österreich, besser vorzubereiten“, so Petrovic abschließend.

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