Stöger: Arbeitsmarktpolitischer Fehlstart der neuen Regierung ins neue Jahr

Stopp der Aktion 20.000 ist Schlag ins Gesicht der älteren ArbeitnehmerInnen und der Gemeinden

Wien (OTS) - Ein sinnvoller Arbeitsplatz mit Nutzen für die Gemeinden, eigenes Geld verdienen, neue Hoffnung und Lebensperspektive, ein Platz in der Mitte der Gesellschaft – ausgesetzt. „Die neuen Ministerinnen und Minister sind noch kaum in ihr neues Amt eingearbeitet und haben bereits ihre erste arbeitsmarktpolitische Fehlentscheidung getroffen“, so der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Alois Stöger zum Aussetzen der Aktion 20.000 durch die schwarz-blaue Bundesregierung. Für den ehemaligen Sozialminister "ein Schlag ins Gesicht der vielen langzeitarbeitslosen Menschen über 50 Jahre", die am ersten Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben. „Was können sie dafür, dass die Aktion 20.000 eine sozialdemokratische Idee war und nicht mehr in die neue Farbenlehre passt?“, so Stöger in Richtung Schwarz-Blau. ****

    Die Aktion 20.000 wurde vor nicht einmal einem Jahr gemeinsam von SPÖ und ÖVP aus gutem Grund beschlossen. Sie ist ein effektives Instrument, um die Langzeitarbeitslosigkeit der Generation 50 plus zu halbieren. „Der Erfolg der ersten Monate in der Pilotphase bestätigt dies eindrucksvoll. Erstmals seit Jahren konnte die Arbeitslosigkeit bei dieser Bevölkerungsgruppe gesenkt und eine Trendwende bei der Langzeitarbeitslosigkeit erreicht werden“, fasst Stöger die Entwicklung in den letzten Monaten zusammen. In den insgesamt elf Modellregionen wurden insgesamt 1.537 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, weitere knapp 1.000 Stellen sind dem Arbeitsmarktservice darüber hinaus gemeldet.

    Stöger appelliert an die neue Bundesregierung, die Entscheidung noch einmal zu überdenken: „Setzen Sie die Aktion 20.000 fort, nur so können wirklich alle Menschen vom Wirtschaftsaufschwung profitieren.“ Denn auch wenn die Konjunktur anzieht, haben es langzeitarbeitslose ältere Menschen ungemein schwer, einen neuen Job zu finden. Sie haben neue Hoffnung geschöpft und werden nun enttäuscht. Darüber hinaus nutzen bereits jetzt zahlreiche Gemeinden die Initiative, um ihren Bürgerinnen und Bürgern zusätzliche Leistungen anzubieten, für die bislang das Personal gefehlt hat.

    „Bei der Aktion 20.000 geht es um sinnstiftende Jobs, die den Betroffenen eine neue Perspektive eröffnen und gleichzeitig einen gesellschaftlichen Mehrwert erfüllen. Das ist eine Win-win-Situation. Das Arbeitslosengeld, das für die 20.000 Betroffenen nötig wäre, kommt so der gesamten Bevölkerung direkt zugute“, so Stöger. (Schluss) bj/wf

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