Hartinger-Klein: Beschäftigung steigt, Arbeitslosigkeit sinkt!

Konjunkturaufschwung in allen Bereichen des Arbeitsmarkts erkennbar.

Wien (OTS) - Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und die guten Zukunftsaussichten sind Anlass dafür, die Arbeitsmarktpolitik anzupassen und stetig zu verbessern. Weitere und intensivere Qualifizierungsmaßnahmen werden die Jobvermittlung erleichtern. Zudem werden auch einzelne Projekte, wie etwa die „Aktion 20.000“ evaluiert und geprüft. ****

    Aktuell haben geschätzte 3.646.000 Personen ein unselbständiges Beschäftigungsverhältnis, das sind um +81.000 bzw. +2,3% mehr als ein Jahr zuvor. Damit wurde ein neuer Allzeitbeschäftigungshöchststand erreicht. Im Jahr 2017 konnten 624.211 arbeitssuchende Personen aus AMS Vormerkung ein Dienstverhältnis antreten, davon waren fast 120.000 jünger als 25 Jahre, und rund 116.600 50 Jahre oder älter.

    Vor allem an der Entwicklung der offenen Stellen zeigt sich, dass der starke Aufwärtstrend in der österreichischen Wirtschaft weiter anhält. Die Zahl der gemeldeten sofort verfügbaren offenen Arbeitsplätze liegt Ende Dezember mit 54.818 nunmehr um +31% über dem Vorjahreswert. Ein anderer, noch aussagekräftigerer Indikator für die starke Arbeitskräftenachfrage ist der gesamte Zugang an offenen Stellen beim AMS im Jahr 2017: dieser Wert lag um rund +15% über dem des Jahres 2016.

    Vor dem Hintergrund des guten Wirtschaftswachstums und des Zuwachses an Arbeitsplätzen sinkt Ende Dezember 2017 auch die Arbeitslosigkeit deutlich. Mit 378.741 sind gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat um -31.688 bzw. -7,7% weniger Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Inklusive der Personen, die ein AMS-Schulungsangebot wahrnehmen, beträgt die Zahl der Vorgemerkten 443.481, das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -27.688 bzw. -5,9%.

    Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt aktuell bei 9,4%, das ist ein Rückgang von -0,9%-Punkten gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote nach der internationalen Erhebungsmethode gemäß EUROSTAT wird für Österreich für Oktober mit 5,4% angegeben. Die Jugendarbeitslosenquote beträgt nach dieser Definition 9,3%.

    Wie auch im Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen in allen Bundesländern rückläufig, am relativ stärksten jedoch Ende Dezember in der Steiermark (-13,5%). Bei Männern (-8,3%), österreichischen StaatsbürgerInnen (-9,4%) und Jugendlichen (-17,2%) ist die registrierte Arbeitslosigkeit nunmehr bereits seit mehreren Monaten stabil und deutlich rückläufig.

    Für die Personengruppe der älteren Arbeitssuchenden (-2,0% Arbeitslosigkeit) sowie Menschen mit Behinderungen (-0,8%) zeigt sich aktuell zwar ebenso ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit, doch ist es für diese Gruppen offensichtlich viel schwieriger, von den erweiterten Jobchancen zu profitieren als für andere Gruppen von Arbeitssuchenden.

    In den von der konjunkturellen Entwicklung direkt betroffenen Branchen nimmt die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich ab. In der Bauwirtschaft sind Ende Dezember um -8,0% weniger Personen vorgemerkt, in der Warenproduktion um -12,9% und in der Arbeitskräfteüberlassung um -7,8%. Aber auch die AMS-Vorgemerktenzahlen aus den Branchen Tourismus (-11,7%) und Handel (-9,7%) entwickelten sich sehr positiv.

   Die wirtschaftliche Erholung zeigt sich, verbunden mit demographischen Trends, auch auf dem Lehrstellenmarkt: So liegt Ende Dezember die Zahl der Lehrstellensuchenden um -3,7% unter dem Vorjahreswert während der Bestand an gemeldeten offenen Lehrstellen um +26% zugenommen hat. Dennoch stehen damit noch immer für 6.340 Suchende derzeit nur 4.273 betriebliche Lehrstellen, die dem AMS gemeldet wurden, zur Verfügung. Ein Überhang an freien Lehrplätzen besteht lediglich – vor allem durch die Nachfrage in Tourismusberufen – in Tirol und Salzburg, aber auch in Oberösterreich. Ein noch merklicher Anstieg der Lehrstellensuchenden ist Ende Dezember jedoch in Wien festzustellen. Die Zahl der Lehrlinge in vom AMS geförderten überbetrieblichen Lehrausbildungseinrichtungen ist gegenüber dem Vorjahr bundesweit annähernd unverändert geblieben.

 

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