Situation obdachloser Menschen - Offener Brief an BM Kickl und LH Kaiser

Klagenfurt (OTS) - Sehr geehrter Herr Bundesminister Kickl, werter Herbert!
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Kaiser, geschätzter Peter!

Die Kärntner Landesregierung hat in der Regierungssitzung vom 20. November 2017 eine von mir und dem Team Kärnten initiierte Resolution betreffend die Situation der Obdachlosen einstimmig beschlossen. In dieser wird die Bundesregierung aufgefordert, die Asylquartiere des Bundes für Obdachlose unverzüglich zu öffnen, um ihnen Wärme und ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Die immer kälter werdenden Temperaturen sowie das zu geringe Angebot an Notschlafstellen erfordern rasches Handeln. Fakt ist, dass es überall Mitmenschen gibt, die von Obdachlosigkeit betroffen sind und unter den äußeren Umständen extrem zu leiden haben.

Mittlerweile erhielt ich ein Antwortschreiben aus dem Innenministerium, indem unserem Ansinnen - aus fadenscheinigen Gründen heraus - eine Absage erteilt wird. Es stimmt uns fassungslos, mit welcher Kälte und Abgebrühtheit diese berechtigte Forderung abgeschmettert wurde. Einer der Gründe für die Ablehnung ist jener, dass der Bund angehalten sei, Vorsorgekapazitäten bereitzuhalten: Es gibt zu denken, dass für Asylwerber, die noch nicht einmal in Österreich sind, Plätze freigehalten werden, während es Obdachlosen untersagt bleibt, diese Quartiere vorübergehend zu nutzen.

Aufgrund der stark gesunkenen Zahlen im Bereich Asyl darf ich Dich, werter Herr Bundesminister erstmals und Dein Ministerium neuerlich darum ersuchen, freie Kapazitäten in den Betreuungseinrichtungen des Bundes für Obdachlose zu öffnen. Im Sinne der Betroffenen ist es zielführend, sich nicht hinter irgendwelchen und an den Haaren herbeigezogenen Bestimmungen zu verstecken.

Ebenfalls geht mein Ersuchen an Dich, werter Herr Landeshauptmann, auch freie Plätze in unserem Bundesland, die vom Land finanziert bzw. organisiert werden, den Betroffenen zur Verfügung zu stellen. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit wäre dies ein wichtiges Signal im Sinne eines sozialen Kärntens, das keinen Bürger im Stich oder frieren lässt.

Mit freundlichen Grüßen
Euer LR Gerhard KÖFER

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