Neujahrskonzert 2018: Georg Rihas ORF-Film zur Pause als Hommage an Wiener Moderne

Ballettproduktion choreografiert von Davide Bombana, Kostüme von Jordi Roig

Wien (OTS) - Auch am 1. Jänner 2018 zeichnet der ORF neben der Live-Übertragung des „Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker“ wieder für den traditionellen Film zur Konzertpause sowie die beliebten Balletteinlagen verantwortlich. Diesmal gestaltete und produzierte Filmpoet Georg Riha den „Pausenfilm“ mit dem Titel „Wiener Moderne 1918 · 2018“ – eine musikalische Hommage an die Kunstepoche und ihre bedeutenden Vertreter Otto Wagner, Gustav Klimt, Egon Schiele und Koloman Moser, die alle im Jahr 1918 gestorben sind. Der Malerin Broncia Koller-Pinell kommt als deren Muse und Weggefährtin dabei eine kleine, verbindende Rolle zu. Auch eine der beiden bereits im September aufgezeichneten Balletteinlagen erinnert mit ihrem Schauplatz, dem Hietzinger Hofpavillon, an den 100. Todestag seines Architekten Otto Wagner.

Georg Riha: „Größen der Wiener Moderne würdig vor den Vorhang holen“

Für Filmemacher Georg Riha ist es bereits der fünfte Neujahrskonzert-„Pausenfilm“, den er verantwortet. Zum vierten Mal war er nun Regisseur und Produzent, einmal – zum Thema 200 Jahre Salzburg bei Österreich 2016 – fungierte er als Koregisseur und produzierte. Bisher waren Rihas weitere „Pausenfilm“-Themen „Elementare Bilderwelten – Vision of Austria" (2000), „Mozart 06“ als Auftakt zum Mozartjahr und „Austrian Kick-off“ anlässlich der Fußball-EM in Österreich 2008.
In „Wiener Moderne 1918 · 2018“ widmet sich der Bildmagier erstmals der bildenden Kunst und begibt sich darin auf die Spuren der bekanntesten Repräsentanten der titelgebenden Epoche.
„Wir wollten zum 100. Todestag die Größen der Wiener Moderne – Otto Wagner, Egon Schiele, Gustav Klimt und Koloman Moser – würdig vor den Vorhang holen sowie Wien in seiner Pracht und großartigen Lebensqualität präsentieren“, sagt Georg Riha. Dabei fanden sich der „Pausenfilm“-erprobte Regisseur und sein Team vor einigen – wiewohl schon altbekannten – Herausforderungen: „Es war, wie immer, ein großer Zeitdruck durch die limitierte Verfügbarkeit der Ensembles der Wiener Philharmoniker sowie die Aufgabe, eine heitere, charmante Geschichte nonverbal zu transportieren.“ Die Botschaft des „Pausenfilms“ muss tatsächlich ganz ohne Worte – lediglich mittels eindrucksvoller Bilder und wunderbarer Musikkompositionen – weltweit verstanden werden können.

In seinem jüngsten Projekt gelingt dies Riha wieder einmal glänzend:
Verknüpft mit einem dramaturgischen Faden, personifiziert durch ein charmantes Studentenpaar auf architektonisch-malerischen Forschungspfaden, musizieren in dem rund 26-minütigen Film ausgewählte Ensembles der Wiener Philharmoniker an verschiedenen historischen Schauplätzen und repräsentieren mit Augenzwinkern das musikalische Wien der vorletzten Jahrhundertwende. Zu den Filmlocations zählten u. a. die Postsparkasse, die U-Bahn-Pavillons, die Otto-Wagner-Kirche oder das Nussdorfer Wehr. Zu sehen ist „Wiener Moderne 1918 · 2018“ – eine Koproduktion von ORF und Wiener Philharmonikern, hergestellt von Riha Film, in Partnerschaft mit WienTourismus und Wirtschaftskammer Wien – am 1. Jänner in der Pause zwischen den beiden Teilen des Neujahrskonzerts – um ca. 11.50 Uhr in ORF 2. Dakapos gibt es am 1. Jänner im Rahmen der Konzertwiederholung in ORF III (20.15 Uhr) sowie am 6. Jänner (9.05 Uhr, ORF 2).

Ballettchoreograf Davide Bombana: „Eine authentische Idee – und alles wird gut!“

Die Choreografie des Neujahrskonzertballetts 2018 hat – bereits zum dritten Mal – der Italiener Davide Bombana übernommen, der kürzlich erst großen Erfolg mit der Uraufführung von „Romeo et Juliette“ an der Wiener Volksoper feierte. „Es ist für mich eine große Freude und riesige Ehre, schon zum dritten Mal das Neujahrskonzertballett zu machen“, sagt der gebürtige Mailänder, der schon 2012 und 2015 das Ballett verantwortete. War er beim ersten Mal wegen des weltweiten Millionenpublikums bei der TV-Übertragung noch sehr aufgeregt, sieht er dieser am 1. Jänner 2018 etwas gelassener entgegen. „Ich lasse mich davon nicht einschüchtern“, sagt Bombana verschmitzt. „Denn, wenn man eine authentische Idee hat und diese beim Arbeiten von allen Beteiligten auch gespürt und umgesetzt wird, dann bekommt das Publikum das auch mit und alles wird gut.“ Voll des Lobes ist Davide Bombana für sein Team. Rosen streut er besonders den „großartigen, sehr erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern, die alle auch sehr gute Schauspieler sind“, ebenso wie den edlen, modernen Kostümen – Kreationen des Katalanen Jordi Roig, der schon dreimal für das Neujahrskonzertballett designte. „Die Kostüme sind unglaublich detailliert gearbeitet und verbinden Eleganz und Leichtigkeit“, sagt Bombana.

Am 1. Jänner 2018 besteht die Darbietung des Wiener Staatsballetts aus zwei, bereits Anfang September produzierten Tanzeinlagen, bei denen – wie auch beim Konzert selbst – erstmal Henning Kasten die ORF-Bildregie übernommen hat. Getanzt wird zum Walzer „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauß Sohn, für den fünf Paare – Maria Yakovleva und Eno Peci, Ioanna Avraam und Mihail Sosnovschi, Alice Firenze und Francesco Costa, Elena Bottaro und Richard Szabó sowie Adele Fiocchi und Andrey Teterin – im Schloss Eckartsau im Marchfeld vor der Kamera standen. Die zweite Einlage ist ein von Rebecca Horner und Roman Lazik im Hietzinger Hofpavillon in Wien getanzter Pas de deux zur „Stéphanie-Gavotte“ von Alfons Czibulka.
Beide Ballettlocations machen auf kommende Jahrestage aufmerksam:
Während der für Kaiser Franz Joseph erbaute Hofpavillon an der U-Bahn-Linie U4, ein Standort des Wien Museums, an den 100. Todestag von Otto Wagner erinnert, wurde das von den Österreichischen Bundesforsten verwaltete Schloss Eckartsau anlässlich des 100. Jahrestages der Verzichtserklärung von Kaiser Karl über die ungarischen Regierungsgeschäfte 1918 ausgewählt. Diese wurde im niederösterreichischen Jagdschloss unterzeichnet und damit das Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie besiegelt.

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