„Jetzt starten wir richtig“

Wir arbeiten heute an der Bildung von Morgen

Wien (OTS) - „Die Resonanz auf das, was wir tun, ist enorm“, fasst der Stiftungsvorstand der Innovationsstiftung für Bildung, Dr. Stefan Zotti, das erste Jahr der Tätigkeit der Stiftung zusammen, „auf das, was wir noch vorhaben, noch viel gewaltiger!“

Die Innovationsstiftung für Bildung wurde mit 1.1.2017 durch ein Bundesgesetz, das Innovationsstiftungsgesetz, gegründet. Sie ist mit 50 Mio. Euro dotiert und hat als Eckpfeiler der Bildungsreform den Auftrag, „einen Beitrag zur Anhebung des Bildungsniveaus und der Innovationskompetenz aller Altersgruppen in Österreich durch kompetitive Förderung von innovativen Projekten im Bildungs- und Forschungsbereich“ (§2 ISG) zu leisten.

Wir leben das Bottom-up-Prinzip – wir hören unsere Community

Die Stiftung hat eine eigene Arbeitsweise und einen eigenen Ansatz, den Innovationsaspekt in den Bildungsbetrieb zu bringen: Sie bindet die Menschen ein, die in der Bildung sind – von der Schülerin, über den Kindergartenpädagogen, den Lehrer, die Universitätsprofessorin bis hin zu Start-ups, Unternehmen und NGOS. Sie vernetzt sie und hört die Bedürfnisse, die aus den unterschiedlichen Communities kommen. Ein Ansatz, der den internationalen Standards in der Bildungsinnovation entspricht.

Den Auftrag der nachhaltigen Veränderung kann die Innovationsstiftung durch diese Vernetzung aller relevanten Akteur/innen garantieren. Dadurch steht sie heute auf breiten Beinen, weil sie von Beginn an das Bottom-up-Prinzip, durch das sie auf die tatsächlichen Bedürfnisse und Herausforderungen eingeht, für ihre Vorhaben berücksichtigt und so Innovationskapazitäten nutzt. Zusätzlich ist sie im Bundesgesetz verankert und hat dadurch die Möglichkeit, unabhängig von tagespolitischen Plänen, nachhaltige Veränderungen im System anzuregen und umzusetzen. 

Ein Action-Plan für drei Jahre

„Wir konnten durch das Einbinden unserer Stakeholder und das Bündeln aller relevanten Akteurinnen und Akteure andere, innovative Formate vorbereiten, die darauf abzielen, neue Ideen und Projekt-Prototypen zu entwickeln, statt immer dieselben Ansätze zu fördern“, beschreibt Zotti die kommenden Vorhaben der Stiftung, die in einem Dreijahresprogramm festgelegt sind. Die Innovationsstiftung ist also weit mehr als ein weiteres Förderprogramm, denn sie schöpft das systemische Innovationspotenzial aus, öffnet den Raum für neue Ideen und möchte Mut machen, innovative Wege zu gehen. Daher gibt sie im Dreijahresprogramm Initiativen Raum, die dazu dienen, die Innovationskompetenzen im Bildungssystem zu stärken und Akteurinnen und Akteuren aus Bildung, Forschung und Wirtschaft eine Plattform zu bieten, um miteinander ins Gespräch über die Zukunft unseres Bildungssystems zu kommen.

Das Dreijahresprogramm beschreibt die Schwerpunkte für die kommenden Ausschreibungen entlang der gesetzlich vorgegebenen Aktionslinien und setzt damit einen ersten strategischen Rahmen. Es gibt einen Überblick über ihr institutionelles Profil ebenso wie über Themenschwerpunkte, die auch Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Innovationsdialogs für Bildung enthalten. „Die Rahmenbedingungen sind so gesetzt, dass wir rasch auf aktuelle Entwicklungen bzw. Dynamiken im Bildungssystem reagieren können. Weiters wird das Bottom-up-Prinzip auch in den geförderten Projekten eine wichtige Rolle spielen, z. B. durch partizipative Forschung im Sinne von Citizen Science“, ergänzt Dr. Christian Smoliner, der Vorsitzende des Stiftungsrats.

Welche Ausschreibungen starten?

Der nächste Impuls, der aktuell im Rahmen des Aktionsplans für 2017 an den Start geht, ist die Ausschreibung „Challenges“, die von FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung), die Teil der Plattform Bildungsförderung sind, abgewickelt wird. Dieses neu entwickelte Format richtet sich besonders an Lehrpersonen und Praktiker/innen aus den Bildungseinrichtungen und ist mit insgesamt 400.000 Euro für vier „Challenges“ dotiert. In zweieinhalbtägigen Innovationscamps kommen ausgewählte Ideenbringer/innen und Innovator/innen zusammen, erarbeiten neue Ideen zu einer vorgegebenen Herausforderung („Challenge“) und finden Gleichgesinnte für neue Kooperationsprojekte. Mentor/innen und Expert/innen unterstützen sie bei der Projektentwicklung. Für innovative Projektideen erhalten sie am Ende zusätzlich 5.000 Euro, um damit konkrete Projekte vorzubereiten. Die ersten Interessensbekundungen für eine Teilnahme können heuer noch erfolgen. Vorab wird ein kleinerer Workshop mit rund 30 Expert/innen aus der Community stattfinden, um die Themen der „Challenges“ ebenfalls im Bottom-up-Prinzip aus der Community heraus zu definieren.

Dieses Projekt findet dann in „I-realize“, einer Ausschreibung, die nächstes Jahr gegen Ende des ersten Quartals startet, ihre Fortsetzung. Hier setzt die Stiftung mit bis zu 100-%-iger Finanzierung die Projekte, die bei den „Challenges“ entstehen, um.

Umfassendes Programm für das Jahr 2018

Die Stiftung hat ein umfassendes Programm für das Jahr 2018, welches bereits im 1. Quartal 2018 mit neu entwickelten Formaten startet. Kernstücke dessen sind zwei auf fünf Jahre ausgelegte BildungsLABS, die österreichweit wirksam sein werden, ebenso wie Open Ideation Days, die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren sowie breite Ideengenerierung zu einem Themenfokus zum Ziel haben. Weiters steht im März 2018 der groß angelegte Innovationsdialog in Wien am Programm. Hier werden österreichweich rund 400 Personen in und aus der Bildung gemeinsam mit Vertreter/innen der Stiftung auf Augenhöhe in einem großen Workshop Themenschwerpunkte für das Jahr 2019 erarbeiten.
Im Rahmen des ersten Dreijahresprogramms (bis Ende 2019) fördert die Innovationsstiftung für Bildung Projekte im Umfang von rund 17 Mio. Euro.

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Lydia Neofotistos
Kommunikation | Marketing | Innovationsdialog für Bildung
Die Innovationsstiftung für Bildung
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