ORF-Premiere für Murnbergers ORF/ARD-Spielfilm „Kästner und der kleine Dienstag“

Außerdem am 21. Dezember in ORF 2: Doku-Drama „Erich Kästner – Das andere Ich“

Wien (OTS) - „Emil und die Detektive“, „Das fliegende Klassenzimmer“, „Pünktchen und Anton“ und „Das doppelte Lottchen“ – die Bücher von Erich Kästner haben Generationen begleitet. Diesmal ist es aber kein Buch, sondern eine wahre Geschichte aus dem Leben Erich Kästners, die am Donnerstag, dem 21. Dezember 2017, um 20.15 Uhr in ORF 2 die TV-Bildschirme erobert. Im ORF/ARD-TV-Film „Kästner und der kleine Dienstag“ erzählt Wolfgang Murnberger von einer ganz besonderen Freundschaft zwischen Erich Kästner (gespielt von Florian David Fitz) und einem kleinen Buben (Nico Ramon Kleemann bzw. später Jascha Baum). Ergänzend zur Spielfilmpremiere zeigt ORF 2 um 22.30 Uhr das Doku-Drama „Erich Kästner – Das andere Ich“ – ein psychologisch dichter Blick auf die Welt des berühmten deutschen Autors, der jahrzehntelang am Abgrund lebte und schrieb.

ORF-Premiere für ORF/ARD-Spielfilm „Kästner und der kleine Dienstag“

Zwischen dem Schriftsteller und Hans Albrecht Löhr, der die Kinderrolle des „kleinen Dienstag“ in der Verfilmung von Erich Kästners Kinderbuchklassiker „Emil und die Detektive“ gespielt hat, entwickelte sich eine enge Bindung – bis sich die Wege der beiden mit Hitlers Machtübernahme trennten. An der Seite von Florian David Fitz spielen u. a. Nico Ramon Kleemann, Jascha Baum, Juls Serger, Oskar Bökelmann, Katharina Lorenz, Charlotte Lorenzen, Saskia Rosendahl, Hans Löw, Martin Brambach, Inga Busch und Catrin Striebeck. Regie führte Wolfgang Murnberger nach einem Drehbuch von Dorothee Schön. „Kästner und der kleine Dienstag“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Ester.Reglin.Film und Dor Film Köln in Koproduktion mit Dor Film Wien, ARD Degeto, WDR und ORF. Das Projekt wird vom Fernsehfonds Austria und dem Filmfonds Wien gefördert.

Florian David Fitz: „Da war ja ein gewisser Druck drauf“

Ob es für Hauptdarsteller Florian David Fitz einen Unterschied macht, eine fiktionale oder – wie in diesem Fall – eine reale Figur zu spielen? „Der Unterschied ist, dass man ganz viel Futter hat, in das man sich hineinlesen kann. Was natürlich hinter dem übermächtigen Bild Kästners als ,Märchenonkel der Nation‘ und dem riesigen Wust an Material zurückweicht, ist der private Mensch, vor allem in jungen Jahren. Und der war natürlich brüchiger und vielschichtiger. Und dann muss man entscheiden, wie genau man Kästner in Bild und Stimme nachbilden will. Nun sehe ich Kästner überhaupt nicht ähnlich und bin auch nicht aus Sachsen, es geht also weniger um die dicken Augenbrauen, sondern eher darum, einen Zipfel von seiner Essenz zu erwischen. Und wissen Sie, was erstaunlich ist? Einige der Menschen, die über Kästners Erbe wachen und verständlicherweise einen sorgenvollen Blick auf die Umsetzung dieser Rolle hatten, haben am Ende genau das wahrgenommen. Sie haben ‚ihren‘ Kästner gesehen und waren fast überrascht. Das hat mich natürlich gefreut, da war ja ein gewisser Druck drauf.“

Spielfilmregisseur Wolfgang Murnberger: „Ich war sofort tief berührt“

„Als ich das Drehbuch zu ‚Kästner und der kleine Dienstag‘ las, war ich vom Buch und von den wahren Begebenheiten, die dieser Geschichte zugrunde liegen, sofort tief berührt. Das Drehvorhaben birgt alle Fallen eines Biopics, welche diese Filme immer zur Herausforderung machen. Die lange Zeitspanne, die wir erzählen, erforderte ein stetiges Abwägen zwischen Authentizität und dramaturgischer Verdichtung. Ich bin froh, dass wir 100 Minuten hatten, um diese umfangreiche und vielschichtige Geschichte zu erzählen. Es war ein Glück, so gute Kinderdarsteller zu finden und mit Hauptdarsteller Florian David Fitz einen engagierten Mitstreiter an der Seite zu haben.“

Ergänzendes Doku-Drama „Erich Kästner – Das andere Ich“

Mit „Emil und die Detektive“ revolutionierte er 1929 die Kinderbuchliteratur, später prägte er mit seiner Sprache die Neue Sachlichkeit. Auch seine kriegskritische Lyrik stieß auf weltweites Echo. Bis heute eröffnet Erich Kästner (1899–1974) Kindern und Jugendlichen mit klarer Sprache und nüchternem Humor die Welt der Literatur. Das Doku-Drama „Erich Kästner – Das andere Ich“ von Regisseurin Annette Baumeister wirft packend und psychologisch dicht einen neuen Blick auf die Welt eines Mannes, der jahrzehntelang am Abgrund lebte und schrieb. Dargestellt wird er im Film von Matthias Bundschuh. Neben den Literaturwissenschaftern Sven Hanuschek und Laura Mokrohs kommen auch Kinderbuchautorin Cornelia Funke, Regisseurin Caroline Link und „Tote Hosen“-Sänger Campino zu Wort.

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