• 19.12.2017, 17:35:39
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  • OTS0163

Sanierung des Stiftes Göttweig geht in die sechste und letzte Etappe

LH Mikl-Leitner: „Wunderbarer Treffpunkt für viele Menschen – nicht nur national, sondern auch international“

Utl.: LH Mikl-Leitner: „Wunderbarer Treffpunkt für viele Menschen –
nicht nur national, sondern auch international“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Mit dem heute, Dienstag, auf Stift Göttweig
stattgefundenem Kuratorium wurden die weiteren Maßnahmen im
Zusammenhang mit der Sanierung des Stiftes geplant. Darüber
informierten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Abt Columban Luser
und der Präsident des Fördervereins der Freunde des
Benediktinerstiftes Göttweig Erwin Hameseder im Anschluss im Rahmen
eines Pressegesprächs. Die Renovierungsarbeiten gehen nun in die
sechste und letzte Etappe, 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen
sein.

„Mittlerweile wird hier seit fünf Jahren saniert und intensiv
gearbeitet. Jetzt geht’s ab in die sechste Etappe“, informierte
Landeshauptfrau Mikl-Leitner, dass im heurigen Jahr rund 1,3
Millionen Euro investiert und damit die Dächer über dem Teil des
Nordtrakts bis hin zur sogenannten Foresterie (Exerzitien- und
Pförtnerhaus) restauriert worden seien. Von Seiten des Landes
Niederösterreich habe man 287.500 Euro investiert, bedankte sich
Mikl-Leitner dafür, dass auch „sehr viel Geld seitens des Stiftes“
aufgewendet worden sei und beim Förderverein, „der viel zu Wege
gebracht“ habe.

Im Jahr 2018 würde in die weitere Sanierung – die Dachsanierung und
Fassaden-Restaurierung der Alten Burg und der Werkstätten – eine
Million Euro investiert werden, betonte die Landeshauptfrau, dass das
Land Niederösterreich wieder 25 Prozent beisteuern werde, „um das
kulturelle Erbe hochzuhalten“. „Stift Göttweig ist ein wunderbarer
Treffpunkt für viele Menschen – nicht nur national, sondern auch
international“, hob Mikl-Leitner etwa die Bedeutung des Stiftes als
Austragungsort des Europa-Forum Wachau hervor. „Das Stift ist ein
ganz entscheidender Tourismusfaktor für die ganze Region und für die
Wachau – am anderen Ende das Stift Melk“, betonte Mikl-Leitner das
„gute Miteinander“.

„In den letzten zehn Jahren haben wir rund 16,5 Millionen Euro in die
Sanierung von Stiften und Klöstern investiert“, hob die
Landeshauptfrau neben Göttweig die Stifte Altenburg, Herzogenburg,
Zwettl, Klosterneuburg und Melk hervor. Abt Columban Luser und
Präsident Hameseder sagte Mikl-Leitner ein „herzliches Dankeschön für
das gemeinsame Miteinander“. Der letzte Dachstuhl des Stiftes
Göttweig habe 300 Jahre lang gehalten. Heute werde mit Materialien
von längerer Dauer gearbeitet, führte Mikl-Leitner aus, dass mit der
Investition Werte für die nachkommenden Generationen geschaffen
werden.

„18.000 Quadratmeter Dachfläche sind zu decken und 630.000 Dachziegel
sind in die Hand zu nehmen“, informierte Fördervereins-Präsident
Hameseder, dass man nun in die sechste Etappe der Bauarbeiten starte.
Ziel des Fördervereins sei es gewesen, eine Million Euro an Spenden
aufbringen zu können. „Der Verein hat 39 Mitglieder, aber weit über
1.000 Spenderinnen und Spender“, berichtete Hameseder, dass man
bisher 1.090.000 Euro sammeln habe können. „Das haben wir einerseits
durch Spenden und andererseits durch eine Vielzahl an Veranstaltungen
und Aktionen erreicht“, hob der Präsident die Briefmarken-Aktion, die
Golfturniere und Konzerte hervor. Höhepunkt im kommenden Jahr werde
wieder „Klassik unter Sternen“ mit Elina Garanča sein – am 4. Juli
2018 bereits zum elften Mal. Im kommenden Jahr werde der Verein 15
Prozent der Investitionssumme aufwenden, das seien 150.000 Euro,
bedankte sich Hameseder bei allen Spenderinnen und Spendern.

Auch Abt Columban Luser sprach „ein Wort des Dankes“ und bedankte
sich bei allen, die die große Dachsanierung des Stiftes Göttweig
bereits unterstützt haben und noch unterstützen werden, insbesondere
bei Land, Bund und dem Förderverein. Allen beteiligten Firmen dankte
er „für die qualitätsvolle Arbeit“. Rückblickend betrachtet sei die
fünfte Bauetappe „die größte und längste von allen Etappen“ gewesen,
auch was die Schwierigkeit betreffe, informierte der Abt, dass 80
Prozent Schäden im Holzbereich und andere Schäden Mehrkosten von
150.000 Euro mit sich gebracht hätten. Im Blick nach vorne führte
Columban Luser aus, dass im sechsten Baujahr die Fortführung der
Dachsanierung über der Burg und den Wirtschaftsgebäuden sowie
Fassadensanierungen an diesen Gebäuden am Plan stünden. Insgesamt
würden sich die Investitionskosten auf 6,8 Millionen Euro belaufen,
geplant gewesen seien 6 Millionen, die aufgrund der großen
Mehrschäden überschritten wurden.

Nähere Informationen: Stift Göttweig, Mag. (FH) Eveline Gruber,
Telefon 02732/855 81-230, E-Mail gruber@stiftgoettweig.at,
www.stiftgoettweig.at

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