- 19.12.2017, 15:29:39
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Vorarlberg auf dem Weg zur Inklusion
LH Wallner und LR Bernhard: 78 Millionen Euro für die Integrationshilfe im Jahr 2018
Utl.: LH Wallner und LR Bernhard: 78 Millionen Euro für die
Integrationshilfe im Jahr 2018 =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Menschen mit Behinderung in ihrer
Selbstbestimmung stärken und ihnen gleichwertige Lebensbedingungen
ermöglichen – dieses Ziel unterstrichen Landeshauptmann Markus
Wallner und Landesrat Christian Bernhard im Pressefoyer am Dienstag,
19. Dezember, bei der Vorstellung des Integrationshilfeberichts
2016/17. In Vorarlberg sind knapp 10.000 Menschen von den Maßnahmen
und Leistungen der Integrationshilfe betroffen. Im Landesvoranschlag
2018 sind dafür gut 78 Millionen Euro vorgesehen, das ist eine
Steigerung um drei Prozent.
Das Ziel heißt Inklusion. "Das bedeutet, Menschen mit Behinderung
sollen ihr Leben weitestmöglich eigenständig gestalten können und
gesellschaftlich voll eingebunden sein. Das Miteinander von Menschen
mit und ohne Behinderung soll in allen Lebensbereichen zur
Selbstverständlichkeit werden", erklärte Landeshauptmann Wallner.
Für Landesrat Bernhard braucht es dafür vor allem ein
entspechendes Bewusstsein und Verständnis in der Gesellschaft. Von
den verschiedenen Fortschritten, die auf dem Weg zur Inklusion in
jüngster Zeit erzielt werden konnten, hob er insbesondere die
Umsetzung der Persönlichen Assistenz für Menschen mit
Körperbehinderung und/oder Lernschwierigkeiten, die in einem eigenen
privaten Haushalt leben, hervor.
Die Leistungen der Integrationshilfe verteilen sich auf ein
breites Feld – es reicht von der Teilhabe am gesellschaftlichen
Leben, an der schulischen bzw. beruflichen Ausbildung und am
Arbeitsleben zu Maßnahmen der gesundheitlichen Rehabilitation und zur
Entlastung von Familien. Fachbereichsleiterin Elisabeth Tschann
erläuterte die Schwerpunkte im Jahr 2018. Da mehr als die Hälfte der
Menschen mit Behinderung unter 18 Jahre alt sind, werde das Thema
Wohnen in den kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen.
Deshalb wurde schon vor zwei Jahren mit der Bedarfs- und
Entwicklungsplanung für die Integrationshilfe bis 2030 gestartet.
Dabei wird nun der Fokus auf selbständiges Wohnen gelegt. In
Kooperation mit den Systempartnern ist eine Erhebung der
Ist-Situation "Selbständiges Wohnen mit Unterstützung durch ambulant
begleitetes Wohnen" vorgesehen. Eine Untersuchung in den
unterschiedlichen stationären Wohnformen der Integrationshilfe hat
ergeben, dass der Wohnbedarf in den nächsten fünf Jahren höher sein
wird, als die Austritte aus den bestehenden Angeboten. Im Jahr 2016
wurden 18 neue Plätze im Gemeinschaftlichen Wohnen geschaffen, für
2018 ist die Fertigstellung weiterer acht Plätze geplant.
Besonderes Augenmerk wird auch auf die Frühförderung von Kindern
mit Behinderung gelegt. Ein wichtiger Schritt war hier die
Einrichtung des Heilpädagogischen Kindergartens am Standort Jupident
in Dornbirn. Ziel ist die nachhaltige Reintegration in den
Kindergarten am Heimatort.
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