Caritas warnt vor Einschnitten im Sozialbereich

Landau: „Teurer als bei Armutsbetroffenen kann man nicht sparen. Der Appell der Caritas lautet, auf die Schwächsten nicht zu vergessen! Wir brauchen Zusammenhalt und Zuversicht!“

Wien (OTS) - In einer ersten Stellungnahme zum neuen Regierungsprogramm betont Caritas Präsident Michael Landau: „Wenn auch wichtige und sinnvolle Reformen etwa im Bereich der Pflege, der Pensionen oder im Hospizbereich angegangen werden, so bleibt am Ende der Lektüre doch ein Eindruck vorherrschend: Das 182 Seiten starke Regierungsprogramm schwächelt dort, wo es um armutsbetroffene Menschen geht – etwa um Alleinerziehende, um kinderreiche Familien und um arbeitslose Menschen. Mein dringender Appell an die neue Bundesregierung lautet: Der Druck auf jene, die heute bereits am stärksten von Armut betroffen sind, darf in Zukunft nicht noch weiter steigen! Teurer als bei armutsbetroffenen Menschen kann man nicht sparen. Als Caritas hätten wir uns anstelle von Kürzungen bei den Schwächsten ein stärkeres Bekenntnis zur Armutsbekämpfung gewünscht. Denn was wir jetzt brauchen, sind Zusammenhalt und Zuversicht und so etwas wie ein erneuertes Solidaritätsversprechen für Österreich und Europa!“
Landau: „Gemeinsam mit anderen werden wir wir in den nächsten Wochen und Monaten jedenfalls genau darauf achten, dass die Würde des Menschen der Ausgangspunkt jedweder politischen Entscheidung bleibt – ganz gleich, ob es um die Themen Arbeit und Bildung oder um leistbares Wohnen und den Umgang mit geflüchteten Menschen geht. Die Würde des Menschen ist unteilbar. Daher muss auch die nächste Bundesregierung eine Regierung sein, die alle Menschen in diesem Land – die Schwachen und die Starken – nach bestem Wissen und Gewissen repräsentiert und vertritt.“
Den verantwortlichen PolitikerInnen wünscht Landau für ihre bevorstehende Aufgabe alles Gute: „Für uns als Caritas ist entscheidend, wie sich die angekündigten Maßnahmen auf die Schwächsten in unserem Land und darüber hinaus weltweit auswirken. Daran und an nichts anderem werden wir die Taten der neuen Bundesregierung messen.“

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