Kinderliga an neue Gesundheits- und Sozialministerin: Kinder- und Jugendgesundheit braucht hohe Aufmerksamkeit

Die Österreichische Kinderliga erhofft von der neuen Gesundheitsministerin den weiteren Ausbau von Aktivitäten zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich.

Wien (OTS) - Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) begrüßt die neue Bundesministerin für Gesundheit und Soziales, Mag.a Beate Hartinger, in ihrem Amt. Die Kinderliga wünscht sich von der neuen Gesundheitsministerin, dass die Gesundheitsökonomin Aktivitäten zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich, die in ihrem Ressort in den letzten Jahren in Angriff genommen wurden, nicht nur fortführt sondern noch weiter ausbaut. 

„Wir wünschen uns von der neuen Gesundheitsministerin, dass sie einem so sensiblen Thema wie der Kindergesundheit, für das sich die Kinderliga seit Jahren einsetzt, einen hohen Stellenwert in ihrem Ressort einräumt“, sagt Dr. Christoph Hackspiel, Präsident der Kinderliga. Ein positives Signal sieht die Kinderliga in der im Regierungsprogramm verankerten Etablierung der Primärversorgung sowie einer nachhaltigen Stärkung der kindermedizinischen Versorgung zur Schließung von Angebotslücken. „Wir freuen uns, dass hier in Richtung Versorgung von Kindern und Jugendlichen wichtige zusätzliche Angebote gemacht werden sollen und mit den Frühen Hilfen bestehende gut funktionierende Angebote ausgebaut werden. Es ist notwendig, Gesundheit in einem breiten, interdisziplinären Zusammenhang und Behandlungsansatz zu sehen“, so Hackspiel. 

Dass Gesundheits- und Sozialministerim nun in einer Hand liegen, sieht Hackspiel als einen ersten Schritt in Richtung Health in All Policy, die die Kinderliga seit Jahren fordert. Themen der Kindergesundheit betreffen nicht nur das Gesundheitsressort sondern meist auch das Sozialressort. Kinder haben das Recht auf ein gesundes Aufwachsen und die bestmögliche körperliche, geistige und seelische Entwicklung, aber auch auf die notwendigen sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dafür. Präventionsmaßnahmen im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit und die Förderung der seelischen und körperlichen Gesundheit von Kindern sind die nachhaltigste Investition in die Zukunft. 

Eines der Problemfelder im Bezug auf Kindergesundheit sieht die Kinderliga in der nicht vorhandenen Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche. In Österreich leben etwa 300.000 Kinder in manifester Armut oder sind armutsgefährdet. Die untersten sozialen Schichten weisen die schwersten Krankheiten auf und sind gleichzeitig mit der geringsten Lebenserwartung ausgestattet. „Leben in Armut macht Stress, schwächt die Abwehrkräfte und das Immunsystem. Finanzielle Not, Arbeitslosigkeit oder schlechte Wohnverhältnisse machen krank. Leben am Limit macht verletzlich“, weiß Hackspiel. In diesem Zusammenhang bekräftigt Hackspiel nochmals die Forderung einer aktuellen Kinderkostenstudie, deren Erhebung im Regierungsprogramm verankert und budgetiert werden muss. 

„Für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen braucht es nicht nur die starke Stimme der Kinderliga sondern auch jene der politisch Verantwortlichen. Wir hoffen, in Beate Hartinger eine Fürsprecherin für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen zu finden. Ein wichtiges Signal wäre die von uns bereits geforderte Etablierung eines Bundeskinderbeitrats nach Vorbild des Bundesseniorenbeirats“, ergänzt Mag.a Hedwig Wölfl, Vizepräsidentin der Kinderliga. 

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