Kinderfreunde: Regierungsübereinkommen ist Angsthasen-Programm

Kinderfreunde wehren sich gegen Spaltung, Strafen, Sanktionen

Wien (OTS) - Nach eingehender Lektüre des schwarz-blauen Regierungsprogramms stellt Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde fest: „Das, was Kurz und Strache da vorgelegt haben, ist über weite Teile nebulös und eine Ansammlung von Allgemeinplätzen. An den Stellen, wo sie konkreter werden, kann man vor allem eines herauslesen: Angst. Schwarz und Blau fürchten sich offensichtlich so sehr vor einer modernen, offenen, vielfältigen Gesellschaft – die, ob sie es wollen oder nicht, Realität ist – dass sie auf 180 Seiten darlegen, wie sie diese verhindern wollen.“

„Das Bild, das FPÖVP von den Menschen in unserem Land zeichnet, ist von tiefem Misstrauen geprägt. Wer nicht ins Schema von „geburtsösterreichisch – wohlsituiert – bürgerlich“ passt, ist grundsätzlich verdächtig“, stellt Oxonitsch fest. Im gesamten Regierungsprogramm werden armutsgefährdeten, zugewanderten und asylsuchenden Menschen Sanktionen, Strafen und Kürzungen angedroht. „Der Geist, der hier weht, ist extrem rückschrittlich und autoritär. Dass es das 2017 überhaupt noch gibt, ist eigentlich unfassbar“, wundert sich Oxonitsch.

„Große Sorgen macht uns, wie bereits bei Kindern gespalten werden soll. Im Bildungskapitel zieht sich das Motto 'die-Guten-ins-Töpfchen-die-Schlechten-ins-Kröpfchen' durch. Sprachtests schon bei Dreijährigen, Brückenklassen, Deutschklasse, Sonderschulen, Restklassen nach der Schulpflicht... was FPÖVP da anstreben ist die totale Segregation von Kindern, die sie im Prinzip für unerwünscht erklären“, so Oxonitsch.

„Für die Kinder und Familien im Land gibt es zahlreiche konkrete Punkte im Programm, die – sollten sie so kommen – ihnen das Leben massiv erschweren. Die Deckelung der Mindestsicherung für armutsgefährdete Familien etwa, wird so noch größerer Kinderarmut führen. Geflüchtete Kinder und ihre Familien werden mit den geplanten Maßnahmen in die Illegalität getrieben. Wir werden mit aller uns zur Verfügung stehenden Kraft für und mit all jene Kinder und Familien kämpfen, die bei Schwarz-Blau unter die Räder zu kommen drohen. Weil alle Kinder Rechte haben“, schließt Oxonitsch.

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