„Thema“ am 19. Dezember: Rauchfrei oder die Freiheit zu rauchen

Außerdem: Kinderarmut in einem reichen Land; Weihnachten in Stiwoll – gemeinsam gegen die Ungewissheit; Das Geschäft mit der Hundeliebe

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Dienstag, dem 19. Dezember 2017, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Rauchfrei oder die Freiheit zu rauchen

„Unternehmerische Freiheit“ ist laut Regierungsprogramm der Grund dafür, das für 2018 geplante generelle Rauchverbot zu kippen. Seit die neuen Koalitionspartner sich darauf geeinigt haben, gehen die Wogen hoch. Innerhalb weniger Tage haben mehr als 380.000 Menschen die Initiative „Don‘t smoke“ der österreichischen Krebshilfe unterschrieben. Dort engagiert sich auch die Onkologin Daniela Jahn-Kuch, die Schwester des vor drei Jahren verstorbenen Journalisten Kurt Kuch. Sie kann die Kehrtwende nicht verstehen. Kurt Kuch hatte seinen Kampf gegen den Lungenkrebs öffentlich gemacht und so dazu beigetragen, dass das Nichtrauchergesetz beschlossen wurde. Dass es nun doch nicht kommt, freut viele Gastronomen. Martin Steiner und Christian Zechner holen Meinungen zu einer Debatte ein, die kaum jemanden kalt lässt.

Kinderarmut in einem reichen Land

„Wenn meine Buben Schuhe brauchen, muss ich mir das Geld dafür von meinem Chef ausborgen“, sagt Iris Holzer aus Wimpassing in Niederösterreich. Ihre Söhne sind zwei und vier Jahre alt. Frau Holzer ist in Karenz. Aber weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, arbeitet sie am Wochenende als Kellnerin in einem Kaffeehaus. Dann schaut ihre Mutter auf die Buben. Schwierig ist auch die Situation von Familie Beier in Hörersdorf bei Mistelbach. Ihre Tochter ist leicht behindert und bräuchte dringend spezielle Förderungen, doch dazu fehlt das Geld. Die Familie bekommt keine Mindestsicherung, da diese in Niederösterreich – und laut Regierungsprogramm bald in ganz Österreich – mit 1.500 Euro gedeckelt ist und ihr Einkommen immer wieder knapp darüber liegt. Markus Stachl hat die beiden Familien für „Thema“ besucht.

Weihnachten in Stiwoll – gemeinsam gegen die Ungewissheit

Am 29. Oktober erschießt Friedrich Felzmann zwei seiner Nachbarn und flüchtet. Sieben Wochen danach fehlt von ihm nach wie vor jede Spur. Vergangenen Dienstag hoffen die Beamten auf einen Knalleffekt: In schusssicheren Westen, mit Sturmgewehren und Glock-Pistolen umstellt die Cobra einen Bauernhof in Prebensdorf-Stadt. Der Besitzer, Johann Schafferhofer, soll Felzmann versteckt halten, haben anonyme Hinweisgeber behauptet. Gefunden wird niemand. Bei Adventfeier und Krippenspiel versuchen die Menschen in Stiwoll, „gemeinsam gegen die Ungewissheit zu feiern“, berichtet Christoph Bendas.

Das Geschäft mit der Hundeliebe

Knapp zwei Milliarden Euro pro Jahr geben die Österreicherinnen und Österreicher für ihre Haustiere aus. Das Geschäft mit der Hundeliebe boomt – gerade jetzt vor Weihnachten. „Mir ist die Ernährung der Hunde wichtiger als meine. Bei uns dreht sich alles um den Hund“, schmunzelt Cornelia Zangl, Stammkundin einer exquisiten Hundeboutique in Wien-Döbling. Die Kehrseite der Hundeliebe: Der Handel mit Welpen beschert windigen Züchtern aus Osteuropa ein Millionengeschäft. Hunde leben unter miserablen Bedingungen, die Welpen werden ihren Müttern viel zu früh weggenommen und sind oft nicht gesund, berichten Christian Hofmann und Marie Salzmann.

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