FPÖ-Neubauer: Doppelte Staatsbürgerschaft für Südtiroler erstmalig in einem Regierungsprogramm festgeschrieben

„Parteiübergreifende Pressekonferenz in Bozen im Beisein zahlreicher Südtiroler und italienischer Medienvertreter“

Wien (OTS) - „Die im Regierungsprogramm dokumentierte Absichtserklärung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine österreichische Staatsbürgerschaft zusätzlich zur italienischen für Südtiroler zu schaffen, kann durchaus als historisches Ereignis bezeichnet werden“, zeigte sich heute der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer sehr erfreut über die Einigung innerhalb der neuen Koalition.

Zu diesem Anlass hatte Neubauer heute unter großem Medieninteresse zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit mehreren politischen – aber auch anderen – Interessensvertretern in Bozen geladen. Dieser Einladung sind der Obmann der Freiheitlichen Südtirols Andreas Leiter Reber, der Fraktionssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Sven Knoll, der Obmann des Südtiroler Heimatbundes Roland Lang und als Vertreter der Altmandatare der Südtiroler Volkspartei (SVP) Dr. Franz Pahl sowie Carlo Vettori von der Südtiroler Lega Nord gerne gefolgt. Dabei wollten sie den heutigen Presseauftritt als Aufruf an Landeshauptmann Kompatscher und SVP-Obmann Achammer für eine gemeinsame Vorgehensweise verstanden wissen, dass man diese Jahrhundertchance auch nützen und zu einem erfolgreichen Abschluss bringen möge. Die Pressekonferenz wurde von vielen Südtiroler und italienischen Medien verfolgt, auch zahlreiche Abgeordnete des Südtiroler Landtages verfolgten die Ausführungen der Redner mit großem Interesse.

Neubauer blickte dabei auf elf Jahre intensiver Bemühungen teils in enger Zusammenarbeit mit den oben erwähnten Südtiroler Interessensvertretern zurück, in Wien stets unterstützt von Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache und dem Dritten NR-Präsidenten Norbert Hofer, doch ansonsten oft sehr einsam und milde belächelt. Die Hartnäckigkeit machte sich erwiesenermaßen bezahlt und die Freiheitliche Partei Österreichs konnte unter Beweis stellen, dass ihr Südtirol ein echtes Herzensanliegen ist. Somit liegt der fertige Gesetzestext samt positivem Rechtsgutachten bereits auf dem Tisch und nahezu konnten alle Details im Vorfeld geklärt und sämtliche vorgebrachte Gegenargumente stichhaltig entkräftet werden.

„Darüber hinaus wollen wir aber auch andere wichtige Themen weiterverfolgen, wie etwa die Begnadigung der ehemaligen Südtirol-Aktivisten, eine direkte Zugverbindung zwischen Wien und Bozen sowie die Verbesserung des Kulturaustausches beider Länder“, sagte Neubauer.

Sämtliche Interessensvertreter dankten dem freiheitlichen Südtirol-Sprecher für seinen Einsatz um die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler, die die Verbundenheit mit Österreich zum Ausdruck bringen soll. Sie sind überzeugt, dass Neubauers Engagement maßgeblich dazu beigetragen hat, dass dieses Anliegen auch im Koalitionsabkommen verankert wurde. Nun muss es nur noch in die Tat umgesetzt und dazu ein Zeitplan festgelegt werden.

„Ich gebe zu, es ist ein sehr bewegender Augenblick für mich, der wohl nur noch durch die erstmalige tatsächliche Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an einen Südtiroler übertroffen werden kann. Wenn man, so wie ich, nun mittlerweile zehn Jahre für ein Anliegen kämpft, wobei man von Gegnern und Zweiflern immer wieder ob der vorgeschobenen Aussichtslosigkeit belächelt wurde, dann erlebt man mit einer gewissen Genugtuung, wie sich nun der Weg zur Realisierung dieses Anliegens ebnet“, so Neubauer.

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