Neue Bundesregierung angelobt: Handelsverband bietet Unterstützung an und wünscht Mut für Umsetzung der Reformvorschläge

Geplante Leuchtturmprojekte, mutige Strukturreformen und Konsultation freier Interessensvertretungen können Österreich wieder auf die Überholspur bringen

Der angekündigte neue Stil ist erfreulicherweise bereits erkennbar, einige Reformvorhaben werden wohl noch konkretisiert und mit Fristen versehen. Entscheidend ist aber ohnehin, den schönen Worten nun auch entsprechende Taten folgen zu lassen. Nur wenn wir unsere Potentiale sinnvoll bündeln, können wir Österreich wieder an die Spitze Europas bringen
Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes
Wir schätzen den Mut von Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache, parteipolitische Barrieren über Bord zu werfen und die Interessen des Landes ins Zentrum zu rücken. Die Anforderungen sind die gleichen geblieben. Das Motto muss nun 'umsetzen, umsetzen, umsetzen' lauten. Österreich braucht zeitgemäße Rahmenbedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, eine wesentlich effizientere Verwaltung, Investitionsanreize für jene, die Beschäftigung schaffen, sowie Bewegung bei der Bildung, um in Zeiten der Digitalisierung auch im internationalen Wettbewerb bestehen und Arbeitsplätze sichern und schaffen zu können. Die nächsten fünf Jahre sind also richtungsweisend für die nächsten Generationen
Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes

Wien (OTS) - Der Handelsverband gratuliert der heute angelobten, neuen Bundesregierung zur Einigung und wünscht den neuen BundesministerInnen und StaatssekretärInnen einen erfolgreichen Amtsbeginn. Das neue Regierungsprogramm "Zusammen. Für unser Österreich." beinhaltet zahlreiche Empfehlungen aus dem Handelsverband-Zukunftspaket "Jetzt gemeinsam Handel[n]" zur Unterstützung des Handels- und Wirtschaftsstandorts Österreich. Entscheidend ist jetzt, die zahlreichen sinnvollen Reformvorschläge möglichst rasch "auf den Boden" zu bringen und gesetzlich zu verankern. Der internationale Wettbewerb und die exponentielle technologische Entwicklung machen ungleiche Voraussetzungen immer transparenter und verschärfen regulative Nachteile auf Kosten der Volkswirtschaft. Der Handelsverband, Sprecher des heimischen Handels, bietet sich als Partner für die Regierung und deren Ressorts an, um die hochgesteckten Ziele mit Praxisbezug und effizient zu erreichen.

"Wir schätzen den Mut von Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache, parteipolitische Barrieren über Bord zu werfen und die Interessen des Landes ins Zentrum zu rücken. Die Anforderungen sind die gleichen geblieben. Das Motto muss nun 'umsetzen, umsetzen, umsetzen' lauten. Österreich braucht zeitgemäße Rahmenbedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, eine wesentlich effizientere Verwaltung, Investitionsanreize für jene, die Beschäftigung schaffen, sowie Bewegung bei der Bildung, um in Zeiten der Digitalisierung auch im internationalen Wettbewerb bestehen und Arbeitsplätze sichern und schaffen zu können. Die nächsten fünf Jahre sind also richtungsweisend für die nächsten Generationen", so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Zentrale Themen aus Sicht des heimischen Handels sind u.a. die geplante Modernisierung und Flexibilisierung der Arbeitszeit, die Senkung der Steuer- und Abgabenquote auf 40 Prozent, eine faire Besteuerung internationaler Online-Konzerne durch Einführung der "digitalen Betriebsstätte" auf europäischer Ebene, maßvolle gesetzliche Mitgliedsbeiträge für Beschäftigte und Unternehmer bei Kammern sowie die vorgesehenen Maßnahmen zur Entbürokratisierung der Verwaltung, Schaffung von One-Stop-Shops, Rücknahme von Gold-Plating (Übererfüllung von EU-Vorgaben) und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.

Auch im Bildungsbereich braucht es mehr Spitze und Breite, um die Menschen fit für den digitalen Wandel zu machen. Insofern sind die Pläne der neuen Regierung zur Stärkung der dualen Berufsausbildung, der Fokus auf Innovation und Digitalisierung in der Ausbildung sowie die Sicherstellung einer nachhaltigen, interdisziplinären Grundlagen- und Anwendungsforschung auch unter Berücksichtigung der Digitalisierung im Handel wichtige Schritte in die richtige Richtung.

"Der angekündigte neue Stil ist erfreulicherweise bereits erkennbar, einige Reformvorhaben werden wohl noch konkretisiert und mit Fristen versehen. Entscheidend ist aber ohnehin, den schönen Worten nun auch entsprechende Taten folgen zu lassen. Nur wenn wir unsere Potentiale sinnvoll bündeln, können wir Österreich wieder an die Spitze Europas bringen", ist Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes, überzeugt.

Das neue Regierungsprogramm weckt beim österreichischen Handel durchaus Hoffnung auf positive Veränderungen, es muss sich jedoch erst der harten Realität der umsetzungsscheuen österreichischen Strukturen stellen. Der Handelsverband steht als unabhängiger Sprecher und Partner des Handels, Innovationsplattform und Technologie-Think Tank für jeden konstruktiven Dialog zur Verfügung und wird die Umsetzung sinnvoller Maßnahmen weiterhin mit vollem Einsatz aktiv unterstützen.

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