Mailath-Pokorny zu schwarz-blauem Kulturprogramm: „Erschreckend visionslos, statisch, altbacken und unoriginell.“

Wiener Kulturstadtrat kritisiert schwarz-blauen Kulturbegriff

Wien (OTS) - „Das Regierungsprogramm liest sich wie das Drehbuch zu einem schlechten Film: Erschreckend visions- und substanzlos sowie altbacken präsentieren sich die vermeintlichen Leuchtturmprojekte, die Schwarz-Blau lauthals im Wahlkampf ankündigte“, kommentiert Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur, Wissenschaften und Sport in Wien, das Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ.

„Das Kapitel Kultur im Regierungsprogramm bringt überhaupt nichts Neues, wärmt Altes auf, baut auf Kontrolle und Evaluierung. Ermutigungen, Ermächtigungen, Mut zum Widerspruch und Offenheit fehlen völlig“, so der Stadtrat. „Die wiederholte und auffällige Betonung der ‚österreichischen Kultur‘ zeigt das neue Verständnis von gesellschaftlichem Zusammenhalt und Gerechtigkeit. Nationalismus, Provinzialismus, Isolationismus und das ‚Schmoren im eigenen Saft‘ sind das genaue Gegenteil von Weltoffenheit. Dadurch werden auch das friedliche Zusammenleben und die Vielfalt anderer Kulturen gefährdet und abgewertet.“

Zu befürchten sei auch das Aushungern eines breitgefächerten Kulturlebens, das zu Lasten der freien Kunstschaffenden geht.

Auch der Vorschlag, den Nachfahren der Opfer des Nationalsozialismus Doppelstaatsbürgerschaften anzubieten, beruht auf einer langjährigen Forderung, die jedoch stets vom ÖVP-Innenminister abgeschmettert wurde. „Sich dieses wichtige Vorhaben jetzt auf die eigenen Fahnen zu heften, ist zynisch“, schließt Mailath-Pokorny.

Rückfragen & Kontakt:

Renate Rapf
Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
4000-81175
renate.rapf@wien.gv.at
www.wien.at

Mag.a Daniela Mantarliewa
Mediensprecherin Stadtrat Kultur, Wissenschaft & Sport
Tel.: +43 1 4000 81854
daniela.mantarliewa@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0006