GLOBAL 2000 an neue Regierung: Schneckentempo bei Umsetzung von Energiewende beenden!

Die Umweltschutzorganisation enthüllt ein Kunstwerk am Wiener Heldenplatz mit dem dringenden Appell, die schlechte Klimabilanz Österreichs rasch zu verbessern.

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 enthüllte anlässlich des am Wochenende präsentierten Regierungsprogramms sowie der heutigen Angelobung der neuen Bundesregierung ein Kunstwerk am Heldenplatz, das die verantwortlichen MinisterInnen dazu ermahnen soll, die schlechte Klimabilanz Österreichs rasch zu verbessern. Das Kunstwerk wurde vom bildenden Künstler Gustavo Juarez mit 3D-Effekt gemalt und zeigt ein Kind, das in eine ungewisse Zukunft blickt. Die zentrale Frage der Kunstinstallation lautet: Erwartet das Kind eine Zukunft mit zerstörter oder mit intakter Umwelt für kommende Generationen? Diese Frage stellen GLOBAL 2000-UnterstützerInnen den designierten Regierungsmitgliedern.

„Die nächste Bundesregierung entscheidet darüber, ob sich Österreich beim Kampf gegen eine drohende Klimakatastrophe positiv hervortun wird oder ob wir bei den Nachzüglern bleiben, die nichts Bedeutendes auf die Reihe kriegen. Das Schneckentempo bei der Umsetzung der Energiewende muss endlich beendet und stattdessen der Turbogang eingelegt werden. Das Regierungsprogramm zeigt sich im Klimaschutzbereich zu wenig ambitioniert, viele Fragen bleiben offen, wesentliche Fragen werden mit Überschriften abgetan. Von einer raschen und konsequenten Umsetzung hängt es jetzt ab, ob sinnvolle Maßnahmen daraus entstehen“, drängt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000 auf rasche Maßnahmen.

Der Künstler Gustavo Juarez ergänzt: „In meiner künstlerischen Arbeit spielen Kinder, Träume und Utopien immer eine wichtige Rolle. Bei diesem Bild habe ich mir die Frage gestellt: In welcher Umwelt werden unsere Kinder spielen? Welche Welt mit welcher Zukunft wollen wir ihnen hinterlassen? Es liegt nun an uns, die notwendigen Entscheidungen für mehr Klimaschutz zu treffen!“

Drohende Zielverfehlung und immer mehr Unterstützung aus der Wirtschaft für Klimaschutz

Der Handlungsbedarf ist groß. Derzeit hat die Europäische Umweltagentur einen negativen Ausblick für Österreich. Neben Belgien, Finnland, Deutschland, Irland, Luxemburg und Malta droht Österreich die 2020-Ziele zu verfehlen, wenn nicht zusätzliche Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Es geht aber nicht nur um die Erreichung der Klimaziele, es geht auch um die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Nutzen wirtschaftlicher Chancen. Mittlerweile haben 312 Unternehmen mit insgesamt 275.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 46 Milliarden Euro den „Appell der Wirtschaft für Energiewende und Klimaschutz“ unterzeichnet, indem die kommende Bundesregierung zum raschen Setzen von Maßnahmen gedrängt wird.

Viele Forderungen dieser Initiative finden sich in ähnlicher Form im Regierungsprogramm zwar wieder, brauchen aber jetzt eine rasche und konsequente Umsetzung. „Je länger wir warten, desto schwieriger und teurer wird es für Unternehmen und die Bevölkerung die notwendigen Investitionen zu tätigen. Die kommende Regierung muss Klimaschutz als Staatsaufgabe daher vorrangig behandeln und entschlossen handeln. Es braucht einen Ausbau des Sanierungsschecks auf 300 Mio. Euro, ein neues Ökostromgesetz, damit das Ziel 100 % sauberer Strom bis 2030 erreicht werden kann, den Ausstieg aus Kohleverstromung bis spätestens 2020, und einen Umstiegsplan für die noch immer mehr als 600.000 Ölheizungen im Land sowie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs“, fordert Wahlmüller abschließend.

Pressebilder zur Klimaschutz-Aktion finden Sie unter www.flickr.com/photos/global2000

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Rückfragen & Kontakt:

Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmueller@global2000.at

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