Elyas M’Barek in Ö3-„Frühstück bei mir“ über die Schauspielerei: „Ich weiß gar nicht, ob ich in zehn Jahren noch Lust darauf habe.“

Wien (OTS) - Sein jüngster Kinofilm „Fack ju Göhte 3“ sprengt mit einer halben Million Besucher/innen in nur sechs Wochen derzeit auch in Österreich Rekorde. Der Hauptdarsteller Elyas M’Barek war heute zu Gast in Ö3-„Frühstück bei mir“ bei Claudia Stöckl. Am Freitag, den 22. Dezember startet sein neuer Film „Dieses bescheuerte Herz“, in dem sich der Schauspielstar – in der Rolle eines verwöhnten Arztsohnes, der einem herzkranken Buben Wünsche erfüllt – von einer gefühlvollen und nachdenklichen Seite zeigt. Ob es für den Komödienstar Zeit für einen Imagewandel war? M‘Barek auf Ö3: „Ich wollte nie ein Image loswerden oder mir ein Image erarbeiten. Ich mache Filme, weil es Spaß macht zu drehen und Geschichten zu erzählen.“

Die Halbwertszeit einer Schauspielkarriere sieht der „Fack ju Göhte“-Star realistisch: „Ich glaube, dass man eine Zeit lang von so einem Erfolg zehren kann und irgendwann in der Karriere wird es dann ruhiger, dann kommen andere Leute, die gefragt sind und manchmal geht es auch ganz schnell.“ In den nächsten Monaten möchte der Schauspieler „einen langen Urlaub machen“. Für die Zukunft sieht er viele Möglichkeiten: „Ich habe vor kurzem erzählt, dass ich mir vorstellen kann, eine Tischlerlehre zu machen. Ich kann mir auch vorstellen, im Malerbetrieb zu arbeiten oder als Kindergärtner tätig zu sein. Es gibt nicht nur die Schauspielerei und ich weiß gar nicht, ob ich in zehn Jahren noch Lust darauf habe.“

Der Schauspieler äußerte sich in Ö3-„Frühstück bei mir“ auch politisch: Nach dem ersten Durchgang der Bundespräsidentenwahl vor eineinhalb Jahren hatte er auf Twitter angekündigt, seinen österreichischen Pass zu verschenken. Ob er dieses Vorhaben jetzt bei Bildung der neuen Koalition zwischen ÖVP und FPÖ bekräftigt? „Es war damals eine unbedachte Äußerung auf Twitter und nicht ernst gemeint. Gewisse Leute haben diesen Satz benutzt, um ein Riesen-Thema daraus zu machen und aufzubauschen. Jeder, der ein bisschen Grips hat, weiß, dass man Pässe nicht verschenken kann. Ich finde den Rechtsruck in Europa bedenklich und sage das auch. Aber ich fühle mich als Österreicher, als Deutscher, als Europäer, wie ich es immer tue. Kein Rechtspopulist der Welt wird mir dieses Gefühl nehmen können“, so M’Barek, Sohn eines Tunesiers und einer Österreicherin auf Ö3. Trotzdem distanziert er sich davon, ein Vorbild für Menschen mit Migrationshintergrund sein zu wollen: „Ich mag schon das Wort nicht. Es ist ein Stempel, klingt wie eine Krankheit. Man will zwar immer mit mir über meinen Migrationshintergrund reden, aber ich kann dazu überhaupt nichts sagen. Ich bin in München aufgewachsen, sozusagen in einem deutschen Haushalt, in dem nur Deutsch gesprochen wurde und es gab für mich nie einen Grund, mich irgendwie anders zu fühlen.“

Der 35-Jährige hielt auch im Ö3-Gespräch Privates unter Verschluss. Auf die Frage, warum er aber seine damalige österreichische Freundin Julia Czechner im letzten Jahr öffentlichkeitswirksam auf dem Filmball und dem Oktoberfest präsentiert hat, sagt Elyas M’Barek im Gespräch mit Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl: „Man hat ja auch ein Leben, wo man merkt, dass man auf vieles verzichten müsste, wenn man alles aus der Öffentlichkeit fernhält. Irgendwo gehört so ein Besuch am Oktoberfest dazu und deshalb hat es sich so ergeben.“ Die Beziehung ist seit Anfang des Jahres Geschichte, die Vorstellung von einer Traumfrau hat er nicht:
„Ich bin weniger oberflächlich, wie sich manche vorstellen. Das schönste ist immer, wenn jemand ein schönes Wesen hat.“

Ö3-„Frühstück bei mir“ – das große Interview der Woche, Persönlichkeiten ganz persönlich – jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hitradio Ö3 und zum Nachhören online auf oe3.ORF.at.

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