OIC-KAICIID Konferenz zu interreligiösem Dialog befasst sich mit muslimisch-buddhistischen Beziehungen in Süd- und Südostasien

Bangkok (OTS) - Mit dem Ziel ein besseres Verständnis, eine bessere Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Glaubensgemeinschaften in Süd- und Südostasien zu fördern wird vom 18. bis 20. Dezember 2017 in Bangkok, Thailand ein Treffen mit hochrangigen religiösen Würdenträgern und Führungskräften aus der Zivilgesellschaft, Akademikern, politischen Entscheidungsträgern und Intellektuellen aus Myanmar, Thailand, Indonesien, Sri Lanka, Bangladesch, Singapur und Malaysia stattfinden.

Die Organisatoren des Treffens sind das in Wien ansässige Internationale Dialogzentrum (KAICIID) und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit, mit Unterstützung von Religion für Frieden / dem interreligiösen Rat von Thailand.

Die Teilnehmer werden aktuelle Herausforderungen im interreligiösen Zusammenleben in Süd- und Südostasien besprechen, vor allem in Bezug auf buddhistisch-muslimische Beziehungen, und werden Richtlinien, Empfehlungen und wichtige Maßnahmen vorschlagen, die ihren Schutz und ihre Akzeptanz in ihren jeweiligen Ländern stärken.

Der jüngste Gewaltausbruch in Myanmar hat dieses Problem in den Vordergrund gerückt, aber wachsende Spannungen zwischen buddhistischen und muslimischen Gemeinschaften in der Region bieten schon seit einiger Zeit Grund zur Sorge. Die Teilnehmer an diesem Treffen werden die historische Entwicklung der buddhistisch-muslimischen Beziehungen in Süd- und Südostasien besprechen und sich mit Herausforderungen der Identität und Zugehörigkeit in multiethnischen und multireligiösen Gesellschaften befassen.

„Der Buddhismus und der Islam sind in der Geschichte von Süd- und Südostasien tief verwurzelt. Diese Religionen prägen die Region seit Jahrhunderten. Sie haben jeden Bereich des Lebens, der Kunst, der Kultur, der Musik und der Literatur in den Ländern der Region bereichert. Es ist bedauerlich, dass die Manipulation der Religion durch einige Kräfte und die falsche Auslegung der Religion durch andere die Koexistenz dieser Gruppen nun bedroht. Wir müssen zurückkehren zu den Prinzipien des Friedens und des gemeinsamen Zusammenlebens, die diese Glaubensrichtungen teilen, und hochrangige religiöse Würdenträger müssen bei diesen Bemühungen an vorderster Front mitwirken“, sagte Safiullah Munsoor, Programmdirektor, KAICIID.

„Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) betont die Bedeutung von interkulturellen Begegnungen, Dialog und Austausch zwischen den führenden Würdenträgern der verschiedenen Glaubensrichtungen, damit Brücken des Verständnisses, des gegenseitigen Respekts und des Vertrauens aufgebaut werden können. Die OIC hofft, mit diesem Treffen hochrangige religiöse Würdenträger und politische Entscheidungsträger zu einem konstruktiven Dialog zu bewegen, wie multireligiöse Gesellschaften, einschließlich buddhistische und muslimische Gemeinschaften, in der Region zusammenkommen können, nicht nur für das Wohlergehen der Anhänger des Islams und Buddhismus, sondern für eine Besserung der Menschheit im Allgemeinen“, sagte ein Sprecher der OIC.

Über das KAICIID

Das Internationale Dialogzentrum (KAICIID) ist eine zwischenstaatliche Organisation, die sich für Dialog zur Förderung von Frieden in Konfliktgebieten einsetzt. Dies geschieht durch den Aufbau eines besseren Verständnisses und die Zusammenarbeit zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Anhängern unterschiedlicher Religionen. Das Zentrum wurde durch Österreich, Saudi-Arabien und Spanien gegründet. Der Heilige Stuhl ist ein beobachtendes Gründungsmitglied. Das Direktorium (Board of Directors) besteht aus bekannten Vertretern der fünf Weltreligionen – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum. Das Direktorium entwickelt und betreut die Programme des Zentrums.

Über die OIC

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) wurde 1969 gegründet und ist mit 57 Mitgliedsländern auf vier Kontinenten die zweitgrößte zwischenstaatliche Organisation nach den Vereinten Nationen. Die Organisation ist die kollektive Stimme der muslimischen Welt. Ziel ist es, die Interessen der muslimischen Welt durch die Förderung des internationalen Friedens, Sicherheit und Harmonie in Zusammenarbeit mit den Ländern der Welt zu sichern (weitere Informationen: www.oic-oci.org).

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Peter Kaiser
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KAICIID
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