Erich Valentin (SPÖ): Kippen des allgemeinen Rauchverbots ist eine Schande!

Feinstaubbelastung selbst in Nichtraucher-Bereichen von gemischten Lokalen vierffach höher als auf der Straße

Wien (OTS/SPW-K) - Als eine „Schande“ bezeichnet Wiens SPÖ-Umweltausschussvorsitzender Erich Valentin den Plan der kommenden ÖVP-FPÖ-Regierung, das 2015 beschlossene generelle Rauchverbot zu kippen. „Die Stadt Wien kämpft seit Jahren erfolgreich gegen die Feinstaubbelastung im Freien und die kommende Regierung hat nichts Besseres zu tun, als in den Innenräumen die Feinstaubbelastung zu legalisieren.“ Dabei sind die Fakten dramatisch: Jährlich sterben über 13.000 Menschen an den Folgen von Nikotin, 1.000 allein durchs Passivrauchen.

„Die Pläne der Regierung sind völlig inakzeptabel, denn die Feinstaubbelastung ist selbst in Nichtraucher-Bereichen sogenannter gemischter Lokale enorm“, warnt Valentin.Das belegen mehrere Mess-Serien, die der renommierte Umwelthygieniker Professor Manfred Neuberger durchgeführt hat. Untersucht wurden dabei die für Zigarettenrauch relevanten Feinstaubpartikel.

Die Ergebnisse waren eindeutig: Während in reinen Nichtraucherlokalen im Mittel 10 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen wurden, waren es in den Raucherräumen von sogenannten  ,gemischten‘ Lokalen 321 µg/m³ mit Belastungsspitzen bis zu 3082 µg/m³. (!) Doch nicht nur das: Sogar in den Nichtraucherbereichen dieser gemischten Lokale wurden hier Werte von durchschnittlich 68 µg/m³ gemessen. „Eine räumliche Trennung zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich ist nicht zielführend, stehen doch meist Türen offen oder sind so undicht, dass der Zigaretten-Rauch ungehindert in die Nichtraucherräume strömt. Nichtraucher wiegen sich in Sicherheit in den Nichtraucherbereichen und werden dennoch mit Feinstaub konfrontiert“, so Valentin. Die Werte im Nichtraucherbereich von gemischten Lokalen sind über vier Mal so hoch wie im Freien.

„Gerade die FPÖ, die stets die winterliche Feinstaubbelastung kritisiert, hat massiv darauf gedrängt, die ganzjährige Belastung im Innenraum zu prolongieren. Das ist mehr als zynisch“, so Valentin. Für ihn ist die Umsetzung des beschlossenen generellen Rauchverbots ist unabdingbar, vor allem auch in Hinblick auf die Bediensteten in der Gastronomie. Valentin verweist auf die Ankündigung von Umweltstadträtin Ulli Sima, die eine Klage gegen das neue Gesetz in den Raum stellt: „ Wien wird nicht tatenlos zusehen, wie die neue Regierung das Rauchen propagiert und in Kauf nimmt, dass tausende Menschen krank werden oder sterben“, so Valentin. „Die Wienerinnen und Wiener können sich auch beim Nichtraucherschutz auf  das  Engagement der SPÖ verlassen – ÖVP und FPÖ hingegen machen Österreich zu einem gesundheits- und umweltpolitischen Geisterfahrer“, so Valentin abschließend.

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