„Eco“ über 12-Stunden-Arbeitstage, Österreich als Steueroase und heimische Süßigkeiten als Exportschlager

Am 14. Dezember um 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Dieter Bornemann präsentiert das ORF-Wirtschaftsmagazin am Donnerstag, dem 14. Dezember 2017, um 22.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:

12-Stunden-Arbeitstag: Wer profitiert, wer verliert

Die ersten konkreteren Ankündigungen der Koalitionsverhandler lassen die Wogen hochgehen. Statt bisher zehn Stunden soll künftig an einem Arbeitstag maximal zwölf Stunden gearbeitet werden dürfen. Die maximale Wochenarbeitszeit würde dann 60 statt bisher 50 Stunden betragen. Die Wirtschaft scheint zufrieden und sieht in den flexiblen Strukturen eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Auch einzelne Berufsgruppen könnten von flexibler gestaltbaren Arbeitseinsätzen profitieren. Proteste gibt es allerdings von der Arbeitnehmervertretung. Vor allem in Unternehmen ohne Betriebsräte wird eine Ausbeutung der Arbeitskräfte befürchtet. Zwar wird an der grundsätzlichen Länge eines Arbeitstages von acht Stunden nicht gerüttelt und jede zusätzliche Arbeitsstunde würde als höher bezahlte Überstunde gelten. Doch Arbeitsrechtler befürchten eine Aufweichung von bestehenden Schutzbestimmungen. „Eco“ berichtet über die geplanten Neuerungen und zeigt, wo es schon jetzt Ausnahmen gibt, etwa bei Schichtarbeit, Bereitschaftsdiensten oder der Notfallarbeit. Ein Bericht von Hans Hrabal und Emanuel Liedl.

Briefkastenfirmen, Strohmänner und Co.: Wo Österreich noch eine „Steueroase“ ist

Die sogenannten „Paradise Papers“ haben es wieder gezeigt: So lange einzelne Staaten mit Steuerschonung Gewinne machen, solange werden Konzerne die Möglichkeit zur Steuerflucht nutzen. Nun hat die EU mit einer schwarzen Liste den Steueroasen den Kampf angesagt. 17 Länder wurden als Steueroasen identifiziert und weiteren 40 Staaten droht eine „gelbe Karte“. Doch die Liste ist lückenhaft, es fehlen nämlich die EU-internen Oasen wie etwa Luxemburg und die Niederlande. Und Österreich? Österreich galt vor drei Jahrzehnten noch als lukrative Steueroase für ausländisches Kapital. Derzeit, zuletzt durch die Abschaffung des Bankgeheimnisses, ist Österreich als Steuerschlupfloch nur noch in besonderen Fällen attraktiv. Allerdings, bei geplanten Verschärfungen auf EU-Ebene steht der Finanzminister auf der Seite der europäischen Steueroasen; er ist zum Beispiel bei der Bekämpfung der Steuerflüchtigen gegen einen öffentlichen Zugang zum Register der wirtschaftlichen Eigentümer. Ein Bericht von Emanuel Liedl und Hans Wu.

Kulinarische Exportschlager: Heimische Süßigkeiten weltweit gefragt

„Made in Austria“ ist weltweit ein Gütesiegel. Neben Maschinen, Autoteilen oder Stahl sind auch kulinarische Köstlichkeiten aus Österreich – speziell Süßigkeiten – im Ausland sehr gefragt. Plakativ gesprochen: Zwei von drei österreichischen Lebensmitteln werden in die ganze Welt verkauft. Darunter viele bekannte Marken wie die Wiener Sachertorte, der Vorarlberger Rupp-Käse, der Energydrink Red Bull oder die Salzburger Mozartkugel. Die heimischen Schmankerln schmecken nicht nur, sondern bescheren auch eine gute Exportbilanz. Heuer wurden erstmals Lebensmittel im Wert von mehr als sechs Milliarden Euro ins Ausland geliefert. Ein Bericht von Bernadette Ritter.

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