Tiere als Durchlaufposten: Vom Gabentisch direkt ins Tierheim

VIER PFOTEN warnt vor tierischen Geschenken zu Weihnachten

Es muss uns allen klar sein: Man kann ein Lebewesen nicht einfach weglegen, wenn man keinen Spaß mehr damit hat. Tiere sind keine Spielsachen
Martina Pluda, Kampagnenleiterin VIER PFOTEN

Wien (OTS) - VIER PFOTEN warnt davor, lebende Tiere zu Weihnachten zu schenken. So groß die Freude über den Familienzuwachs vor allem bei Kindern anfangs sein mag: Tiere sind, wie die Erfahrung zeigt, letztendlich oft nur ein „Durchlaufposten“. Denn viele fallen leider ihren neuen Besitzern schnell zur Last. Da sie vom Umtausch ausgeschlossen sind, landen jedes Jahr Tausende Vierbeiner in Tierheimen oder sogar auf der Straße. VIER PFOTEN appelliert daher an die Verantwortung jedes Einzelnen: „Es muss uns allen klar sein: Man kann ein Lebewesen nicht einfach weglegen, wenn man keinen Spaß mehr damit hat. Tiere sind keine Spielsachen“, so Martina Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN.

Pluda warnt deshalb vor unüberlegten Käufen: „Die Anschaffung eines Haustiers will gründlich geplant sein. Es muss überlegt werden, ob es zur Familiensituation und zum Lebensstil passt, ob man die Kosten für Tierarzt, Futter und Pflege langfristig aufbringen kann. Man muss abklären, ob man das Tier in den Urlaub mitnehmen oder ob man eine Betreuung in dieser Zeit organisieren kann. Nicht zuletzt ist auch die Frage, ob es in der Familie eine Allergie gegen Tierhaare gibt, wichtig. Entscheidet man sich schließlich für die Anschaffung, ist man für das Tier dessen ganzes Leben lang verantwortlich, und das können bei vielen Tierarten bis zu 15 Jahre oder sogar länger sein.“

Jedes Jahr berichten Tierheime bereits Anfang Jänner von Kapazitäts- und Personalproblemen durch die große Zahl an Tieren, die nach den Weihnachtsferien gebracht werden. Noch tragischer ist es aber, wenn die Tiere ausgesetzt oder anderweitig „entsorgt“ werden – was immer wieder passiert, trotz drohender Strafe. „Das Aussetzen von Tieren fällt im Strafgesetzbuch unter Tierquälerei und wird mit einer Strafe von bis zu zwei Jahren Haft geahndet“, berichtet Pluda. „Trotzdem passiert es leider immer wieder.“

Wer sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung eines Heimtiers entschieden hat, sollte sich zunächst in einem Tierheim umschauen. Dort warten unzählige Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Zuhause. „Kaufen Sie bitte niemals ein Tier aus Mitleid, und lassen Sie sich nicht auf Schnäppchen im Internet oder in Zeitungsinseraten ein. Hinter vielen „Sonderangeboten“, insbesondere für Rassewelpen, verbirgt sich oftmals illegaler Welpenhandel. Diese Tiere stammen häufig von Zuchtfarmen mit furchtbaren Haltungsbedingungen und leiden oft unter Krankheiten“ so Pluda.

Es ist auch nicht auszuschließen, dass man in Zoofachhandlungen Welpen kauft, die aus fragwürdigen Quellen stammen. Somit besteht die Gefahr, dass Käufer ungewollt den illegalen Welpenhandel unterstützen. VIER PFOTEN hat daher eine Petition ins Leben gerufen, die sich für ein Verbot eines Verkaufs von Hunde- und Katzenwelpen in Zoofachhandlungen einsetzt: http://bit.ly/1SvdelS

Geschenkidee für Tierfreunde: Tierpatenschaften von VIER PFOTEN

Wer noch ein sinnvolles und nachhaltiges Geschenk sucht, ist mit einer Tierpatenschaft von VIER PFOTEN gut beraten. Mit einem monatlichen Beitrag von 20 Euro kann man Freunden und Verwandten die Betreuung von Tieren schenken: Bären, Löwen, Orang-Utans und Streunerhunde bekommen so die Chance, ein artgemäßes Leben zu führen. VIER PFOTEN Tierpaten erhalten neben der Patenschaftsurkunde regelmäßige Informationen über ihre Schützlinge und die Projekte.

Informationen zu den Tierpatenschaften unter www.vier-pfoten.at/geschenkpatenschaft

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Elisabeth Penz
Pressesprecherin
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

Tel.: +43-1-8950202-66
Handy: +43-664-3086303
Email: elisabeth.penz@vier-pfoten.org
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