Karas: "Zwischenreform weist Weg für künftige Agrarpolitik"

Vereinfachung für Landwirte, stabilere Einkommen, gestärkte Erzeugergemeinschaften, Jungbauernförderung

Straßburg (OTS) - "Mit der Zwischenreform der EU-Agrarpolitik weisen wir den Weg für die Zukunft: Landwirte und Zahlstellen profitieren von einfacheren Verfahren, die Einkommen der Bauern werden besser stabilisiert, die Einsetzung von Erzeugergemeinschaften gestärkt, die Neuabgrenzung für benachteiligte Gebiete bis Ende 2019 verschoben", sagt der Europaabgeordnete Othmar Karas zur heutigen Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments über die sogenannte Halbzeitüberarbeitung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Damit werden die bisherigen Verfahrensregeln in der laufenden Finanzperiode 2014-2020 geändert.

"Die Definition eines "aktiven Landwirts" hat lange genug für Amtsschimmel gesorgt – die österreichische LFBIS-Nummer wird nun ausreichend sein, um als "aktiver Landwirt" zu gelten", sagt Karas. "Die Regeln zur Umwandlung von Grünland in Ackerland werden deutlich vereinfacht. Zahlungen für Jungbauern gelten ab sofort fünf Jahre ab dem Antragsdatum, solange der Antrag innerhalb der ersten fünf Jahre der Aufnahme des landwirtschaftlichen Betriebs stattfindet. Dem Problem der Preisvolatilität wird besser Rechnung getragen, die Einkommensstabilisierung greift bereits bei einem Einkommensverlust von 20 statt wie bisher 30 Prozent."

"Unser Ziel ist, dass die Landwirtschaft nicht mehr als Nischenbereich sondern als gesamtgesellschaftliche Thematik wahrgenommen wird", sagt Karas. "Wir wollen vom Feld bis auf den Teller eine qualitativ hochwertige Lebensmittelkette zum Wohle der Bevölkerung sicherstellen. Dabei hilft die mögliche Ausweitung der Organisation der Erzeuger auf alle Lebensmittelbereiche. So können sie den Handelsketten bei Preisverhandlungen mit weit mehr Nachdruck entgegentreten." Bisher waren Erzeugergemeinschaften nur auf wenige Lebensmittelbereiche wie Milch und Olivenöl beschränkt.

"Die Zwischenreform der EU-Agrarpolitik ist zwar nur ein erster Schritt", sagt Karas. "Doch setzt sie die richtigen Prioritäten. Jetzt wenden wir uns mit voller Kraft den Verhandlungen über die künftige Agrarpolitik ab 2020 zu. Bei denen kämpfen wir um Planungssicherheit für unsere bäuerlichen Familienbetriebe, die Entwicklung des ländlichen Raums und den Erhalt unserer Lebensart mit heimischen Agrarprodukten." Den Startschuss dazu gibt es wohl mit der Vorlage des künftigen EU-Finanzrahmens ab 2020 Ende Mai 2018.

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