„Colonia Dignidad“: ORF-Premiere für preisgekrönten Film und Dokumentation in ORF eins

Deutschsprachige Free-TV-Premiere mit Emma Watson, Daniel Brühl und Michael Nyqvist

Wien (OTS) - Regisseur und Drehbuchautor Florian Gallenberger arbeitet in diesem mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichneten Drama die Geschehnisse rund um die Sekte Colonia Dignidad, die in den 1970er Jahren in Chile existiert hat, auf. In dem packenden Kinohit versucht Lena (Emma Watson), ihren Freund Daniel (Daniel Brühl) aus den Fängen der Sekte zu befreien, indem sie sich als Mitglied einschleust. Doch schon bald erkennt sie, in welch aussichtslose Situation sie geraten ist, denn noch nie ist jemandem die Flucht aus der Colonia gelungen. Neben Daniel Brühl und Emma Watson spielen weiters der im Juni verstorbene schwedische Starschauspieler Michael Nyqvist und August Zirner. Die deutschsprachige Free-TV-Premiere von „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“ steht am Mittwoch, dem 13. Dezember, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF eins. Danach, um 22.05 Uhr, zeigt „DOKeins“ die Dokumentation „Colonia Dignidad – Die wahre Geschichte“. Darin geht es um die realen Geschehnisse in dem einstigen Vorzeigedorf in Südchile. Ehemalige Kommunenmitglieder und Zeitzeugen schildern die dramatischen Zustände in der Gemeinde.

Mehr zum Inhalt des Films:

Inmitten des chilenischen Militärputsches des Jahres 1973 werden Lena (Emma Watson) und ihr Freund Daniel (Daniel Brühl) von Augusto Pinochets Geheimpolizei festgenommen. Während Lena nach kurzer Zeit wieder frei gelassen wird, wird Daniel in die abgeschottete Colonia Dignidad im Süden des Landes gebracht. Die vom zwielichtigen Prediger Paul Schäfer (Michael Nyqvist) geführte Siedlung soll nach außen den Anschein einer makellosen und wohltätigen Zwecken dienenden Gemeinde erwecken, doch in Wahrheit arbeiten die Verantwortlichen mit Diktator Pinochet zusammen, für den sie die Eingesperrten unter Zuhilfenahme grausamer Foltermethoden verhören und schließlich töten. Niemand hat den Ort jemals lebend verlassen. Voller Verzweiflung schließt sich Lena der fragwürdigen Gruppierung an, um Daniel zu finden und gemeinsam mit ihm zu fliehen.

„DOKeins: Colonia Dignidad – Die wahre Geschichte“

In „DOKeins: Colonia Dignidad – Die wahre Geschichte“ geht es um 22.05 Uhr um die realen Geschehnisse in dem einstigen Vorzeigedorf in Südchile. Ehemalige Kommunenmitglieder und Zeitzeugen schildern die dramatischen Zustände: Gehirnwäsche, Folter und Missbrauch waren in der von dem Prediger Paul Schäfer geführten Sekte an der Tagesordnung. Nach außen hin gelang es jedoch über viele Jahre, den Schein eines Modellprojekts zu wahren. Dies war nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit dem chilenischen Diktator Pinochet möglich: Er ließ Regimegegner auf das Siedlungsgelände verschleppen und dort zu Tode quälen. Der deutsche Sektengründer Paul Schäfer war in den 1960er Jahren mit seinen Anhängern nach Chile gezogen, nachdem man ihm in Deutschland Kindesmissbrauch vorgeworden hatte. Er wurde erst 2006 wegen Mordes, sexuellen Missbrauchs und Waffenschmuggels zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

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