Heinisch-Hosek: 12-Stunden-Tag bedeutet unzumutbare Verschärfung für ArbeitnehmerInnen mit Kindern

Wien (OTS/SK) - Die ÖVP-FPÖ Koalitionsverhandler haben sich auf den 12-Stunden-Arbeitstag geeinigt und verkaufen das mit mehr Vereinbarkeit und Freizeit von ArbeitnehmerInnen. „Das ist ein unglaublicher Schwindel, der da gemacht wird: Berufstätige Eltern sind jetzt schon häufig an ihren Belastungsgrenzen mit den täglichen Herausforderungen zwischen Beruf und Betreuungspflichten. Tatsächlich sind in den meisten Regionen Österreichs die Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen gar nicht auf 12-Stunden-Tage der Eltern ausgerichtet. Dann ist es schnell vorbei mit der Vereinbarkeit“, kritisiert SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek das ÖVP-FPÖ-Vorhaben am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Als „überhaupt unzumutbar“, bezeichnet Heinisch-Hosek den 12-Stunden-Tag für AlleinerzieherInnen. „Wie soll denn das gehen, wenn es keine zweite Betreuungsperson gibt? Soll das Kind dann im Kindergarten übernachten?“, ärgert sich die SPÖ-Frauensprecherin über den lebensfremden Vorschlag, der noch dazu nur über Einzelvereinbarungen mit dem Arbeitgeber abgeschlossen werden kann, wodurch sich der Druck auf AlleinerzieherInnen nochmals erhöht, wenn sie ohne Unterstützung von Betriebsräten und Betriebsvereinbarungen ihre Interessen durchsetzen sollen und der Job überlebensnotwendig ist.

Vorgegebene längere Arbeitszeiten mögen den Unternehmen nützen, für ArbeitnehmerInnen sind sie mit großen Belastungen verbunden. „Denn je länger der Arbeitstag dauert, desto höher die Belastung für die ArbeitnehmerInnen – das schlägt sich auch in der Gesundheit nieder, es nimmt zudem die Konzentration und Fehleranfälligkeit zu“, erklärte Heinisch-Hosek. (Schluss) sc/sl/mp

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