JI-Vorsitzender Wimmer: „Ignoranz zerstört unser Pensionssystem“

Die OECD prognostiziert Österreich eine abrupte Alterung bis 2075 – mit fatalen Folgen fürs Pensionssystem. JI-Vorsitzender Wimmer: „Bundesregierung muss das Thema endlich angehen“.

Wien/Salzburg (OTS) - „Ich verstehe nicht, dass das keiner versteht:
Es gibt in Zukunft immer mehr ältere Menschen, die in Pension gehen und ihre Bezüge über einen längeren Zeitraum erhalten und gleichzeitig weniger arbeitende Menschen, die dieses System finanzieren. Es liegt auf der Hand, dass sich das nicht ausgeht. Diese Ignoranz wird zum Kollabieren unsers Pensionssystems führen. Bezahlen müssen das dann die nachfolgenden Generationen“, sagt Andreas Wimmer, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie (JI) anlässlich der kürzlich veröffentlichten Pensionsstudie der OECD.

ZT: Wimmer: „Verrat an den nachfolgenden Generationen“

Bis zum Jahr 2050 kommen laut OECD auf 100 Erwerbstätige bereits 59 Pensionistinnen und Pensionisten, bis 2075 sollen es sogar 63 sein. Grund für diese Entwicklung ist die steigende Anzahl der Pensionierungen bei der Generation der „Baby-Boomer“ sowie die zunehmende Lebenserwartung. „Ohne Zuwanderung wäre die Situation noch schlimmer. Langfristig lässt sich der Systemkollaps aber nur durch ein höheres Pensionsantrittsalter verhindern“, so Wimmer. Daher brauche es einen Mechanismus, der die steigende Lebenserwartung automatisch berücksichtige, eine raschere Angleichung des Pensionsantrittsalter bei Frauen und auch ein Einschränken der Frühpensionierungen. „Die kommende Bundesregierung muss sich diesem Thema stellen – alles andere ist eine Zeitbombe und ein Verrat an der Jugend“, so Wimmer.

Pressefoto: www.jungeindustrie.at

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