OVE-Normentag 2017

Elektrotechnische Normung und Standardisierung im Zeichen der Digitalisierung

Die Digitalisierung stellt zweifelsohne eine große Herausforderungen für die elektrotechnische Normung dar, die keine Normungsorganisation für sich alleine bewältigen kann. Umso wichtiger ist es, sich auf europäischer wie internationaler Ebene aktiv einzubringen. Nur gemeinsam – auch im Austausch zwischen den jeweiligen Standardisierungsorganisationen – können zukunftsorientierte und belastbare Ergebnisse erreicht werden
Ing. Werner Fischer, Präsident des Österr. Nationalkomitees von CENELEC und IEC
heute in jeder Hinsicht ausgezeichnete Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Verständnis, Kollegialität und Respekt geprägt ist und lange Zeit keine Selbstverständlichkeit war
Dipl.-Ing. Peter Reichel, OVE-Generalsekretär

Wien (OTS) - Die digitale Transformation ist das Schlagwort der Stunde. Dies wurde auch im Rahmen des OVE-Normentags deutlich, der vor wenigen Tagen im Haus der Ingenieure in Wien stattfand. Längst arbeiten Expertinnen und Experten auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene daran, die normativen Rahmenbedingungen für die Elektrotechnik und Informationstechnik in Hinblick auf die unaufhaltbare Digitalisierung festzulegen.

Ing. Werner Fischer, Präsident des Österreichischen Nationalkomitees von IEC und CENELEC, begrüßte die zahlreichen Teilnehmer/innen an der bereits traditionellen Informationsveranstaltung und gab einen kurzen Ausblick auf aktuelle Themen und Trends: „Die Digitalisierung stellt zweifelsohne eine große Herausforderungen für die elektrotechnische Normung dar, die keine Normungsorganisation für sich alleine bewältigen kann. Umso wichtiger ist es, sich auf europäischer wie internationaler Ebene aktiv einzubringen. Nur gemeinsam – auch im Austausch zwischen den jeweiligen Standardisierungsorganisationen – können zukunftsorientierte und belastbare Ergebnisse erreicht werden“.

Technologischer Wandel passiert – aktives Mitgestalten zählt

Ganz in diesem Sinne präsentierte Dr. Ralph Sporer, Vize-Präsident der IEC und Vorsitzender des IEC Standardization Management Board, den jüngst erstellten IEC Masterplan. Sporer zeigte sich von einem raschen technologischen Wandel überzeugt und appellierte gleichzeitig an alle Expert/innen, am Normungsprozess mitzuwirken. Nur wer sich aktiv beteiligt, kann die anstehenden Veränderungen entsprechend mitgestalten.

Ähnlich lautete die Botschaft von Dipl.-Phys. Dirk Weiler, Vorsitzender des Boards von ETSI, der europäischen Organisation für Standardisierung im Informations- und Kommunikationsbereich. Weiler informierte in seinem Vortrag über Nutzen und Möglichkeiten der Mitarbeit bei ETSI.

OVE-Award für Ing. Josef Witke

Nach einem umfassenden Bericht von Dipl.-Ing. Christian Gabriel, Leiter des Bereichs Normung im OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik, über die internationalen, europäischen und nationalen Aktivitäten des Verbandes, folgte der Höhepunkt der Veranstaltung: Technischer Rat Ing. Josef Witke, langjähriger Bundesinnungsmeister der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker bis Ende März dieses Jahres, wurde für seine Verdienste zum Aufbau der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Bundesinnung und OVE mit dem OVE-Award ausgezeichnet. OVE-Generalsekretär Dipl.-Ing. Peter Reichel würdigte die „heute in jeder Hinsicht ausgezeichnete Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Verständnis, Kollegialität und Respekt geprägt ist und lange Zeit keine Selbstverständlichkeit war“. Ing. Witke hat außerdem dafür gesorgt, den OVE in weiten Kreisen der Branche stärker sichtbar zu machen und damit die Anerkennung des OVE als Normungsorganisation und kompetente Stelle in allen Belangen der elektrotechnischen Regelsetzung gefördert.

In gewohnter Weise klang die Veranstaltung gesellig aus und bot noch ausreichend Gelegenheit zu fachlichen und informellen Austausch.

Über den OVE:

Der OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik repräsentiert alle Bereiche der Elektrotechnik und Informationstechnik und vertritt die Interessen seiner Mitglieder sowie der gesamten Branche auf nationaler und internationaler Ebene. Seine Kerngebiete sind die elektrotechnische Normung, die Zertifizierung, die Blitzortung und Blitzforschung sowie die fachliche Aus- und Weiterbildung. Der OVE ist der offizielle österreichische Vertreter bei IEC und CENELEC, den internationalen und europäischen Normungsorganisationen für die Elektrotechnik, sowie bei ETSI, der europäischen Organisation für Telekommunikationsnormen. Der OVE steht für die Förderung der Wissenschaft, die Vertretung des Berufsstandes des Elektrotechnikers und für die Sicherheit von elektrotechnischen Anwendungen. Die Aktivitäten seiner Fachgesellschaften dienen dem Erfahrungsaustausch, dem Aufbau von Expertennetzwerken und der Imagebildung.

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