Creditreform Umfrage: Österreichische KMU schaffen mehr Jobs

Weiterhin positive Impulse für den österreichischen Arbeitsmarkt, beste Entwicklung seit 2008

Wien (OTS) - Creditreform hat im Rahmen seiner Wirtschafts- und Konjunkturforschung im Herbst 2017 wieder rund 1.700 österreichische Klein- und Mittelunternehmen nach der aktuellen wie auch zukünftigen Personalentwicklung befragt.

Im Herbst dieses Jahres ging vom heimischen Mittelstand wiederum ein positiver Impuls für den Arbeitsmarkt aus. Der Saldo aus mehr und weniger Personal beträgt plus 20,0 Prozentpunkte und konnte sich damit im Jahresverlauf mehr als verdoppeln (Vorjahr: plus 9,6 Prozentpunkte, siehe Grafik 1). In den letzten Monaten haben 31,8 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen (Vorjahr: 23,6 Prozent) neue Mitarbeiter eingestellt, während 11,8 Prozent (Vorjahr: 14,0 Prozent) ihren Personalstock verringerten.  

Jedes 2. Industrieunternehmen stellte neue Mitarbeiter ein

In den letzten Monaten haben 31,8 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen (Vorjahr: 23,6 Prozent) neue Mitarbeiter eingestellt, während 11,8 Prozent (Vorjahr: 14,0 Prozent) ihren Personalstock verringerten (siehe Tabelle 1). Dabei zeigte sich das Verarbeitende Gewerbe am einstellungsfreudigsten, wo jeder zweite Betrieb neue Arbeitsplätze schuf (50,0 Prozent; Vorjahr: 25,9 Prozent) – beim Baugewerbe war es jeder dritte (31,3 Prozent; Vorjahr: 14,1 Prozent). Bei der Dienstleistungsbranche stockten 29,6 Prozent der Unternehmen ihren Personalbestand auf (Vorjahr: 31,4 Prozent), beim Handel waren es 22,5 Prozent (Vorjahr: 20,0 Prozent). Auf der anderen Seite steht der Handel mit einem Anteil von 17,2 Prozent (Vorjahr: 10,7 Prozent) an der Spitze der Betriebe, die ihre Personaldecke verkleinerten, während beim Verarbeitenden Gewerbe lediglich 5,3 Prozent (Vorjahr: 17,6 Prozent) der Befragten mit weniger Beschäftigten produzierten. Somit erzielte das Verarbeitende Gewerbe mit plus 44,7 Prozentpunkten (Vorjahr: plus 8,3 Prozentpunkte) den besten Beschäftigungssaldo und der Handel mit einem Wert von plus 5,3 Prozentpunkten (Vorjahr: 9,3 Prozentpunkte) den niedrigsten Personalsaldo. Eine rückläufige Entwicklung gab es im Herbst 2017 auch bei der Dienstleistungsbranche: Hier gab der Saldo um 1,3 Zähler nach und liegt heuer bei plus 19,2 Prozentpunkten (Vorjahr: plus 20,5 Prozentpunkte).

Weiterhin Optimismus für die kommenden Monate

Dank der guten konjunkturellen Rahmenbedingungen wird in den nächsten Monaten die Beschäftigung in den Unternehmen des österreichischen Mittelstandes weiter zunehmen. Der Erwartungssaldo aus mehr und weniger Personal liegt heuer bei plus 7,7 Prozentpunkten (Vorjahr: minus 4,9 Prozentpunkte), ein Wert, der seit zehn Jahren nicht mehr erreicht wurde (siehe Grafik 2). 
Auch in den einzelnen Hauptwirtschaftsbereichen werden durch die Bank neue Arbeitsplätze geschaffen (Tabelle 2). Die meisten Neueinstellungen wird es bei der Dienstleistungsbranche (22,6 Prozent; Vorjahr: 12,4 Prozent) und beim Baugewerbe geben (22,5 Prozent; Vorjahr: 6,4 Prozent). Mit weniger Beschäftigten werden dagegen überdurchschnittlich viele Betriebe der Bauwirtschaft (16,3 Prozent; Vorjahr: 29,5 Prozent) und des Dienstleistungsgewerbes (14,8 Prozent; Vorjahr: 14,6 Prozent) im nächsten Halbjahr arbeiten. Den besten Erwartungssaldo erzielte das Verarbeitende Gewerbe mit plus 10,7 Prozentpunkten (Vorjahr: minus 4,7 Prozentpunkte), auf Platz zwei folgt die Dienstleistungsbranche mit einem Ergebnis von plus 7,8 Prozentpunkten (Vorjahr: minus 2,2 Prozentpunkte). Bei den mittelständischen Bauunternehmern hellte sich dagegen im Jahresverlauf die Stimmung am deutlichsten auf: Hier kletterte der Erwartungsindex um 29,3 Zähler nach oben und erreichte im Herbst 2017 einen Wert von plus 6,2 Prozentpunkten (Vorjahr: minus 23,1 Prozentpunkte).

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