Infineon Austria Geschäftsjahr 2017: Rekordumsatz und Erweiterung an allen F&E-Standorten

Villach (OTS) - Wien, 5. Dezember 2017 – Die Infineon Technologies Austria-Gruppe (Infineon Austria) ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 (Stichtag 30. September) dynamisch gewachsen. Die Österreich-Tochter des deutschen Halbleiterkonzerns erzielte mit einem Umsatz von 2.539,6 Millionen Euro einen neuen Rekordwert. Der Vorjahreswert (Umsatz 2016: 1.839,5 Millionen Euro) wurde um 700,1 Millionen Euro oder 38 Prozent überschritten. Dieser deutliche Umsatzanstieg beruht zum einen auf der weltweit starken Nachfrage nach Leistungselektronik für Automobil-, Industrie- und Konsumentenanwendungen. Zudem hat der Infineon-Konzern im August 2016 die Geschäftsverantwortung von Infineon Austria für diese Produktlinien umfassend erweitert. Dieses zusätzliche Produktgeschäft wurde im Geschäftsjahr 2017 in vollem Ausmaß umsatzwirksam. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 176,5 Millionen Euro, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 18 Millionen Euro oder rund 11 Prozent (EGT 2016: 158,5 Millionen Euro).

„Dieses hervorragende Jahresergebnis bestätigt unsere Strategie der letzten Jahre. Infineon Austria hat sich in wichtigen Wachstumsmärkten mit weltweit führenden Kompetenzen für Elektromobilität, automatisierte Fahrzeuge, erneuerbare Energie und digitale Sicherheit ausgezeichnet positioniert“, sagt Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. „Jetzt bereiten wir die österreichischen Forschungs- und Entwicklungsstandorte aktiv auf die Zukunft vor. Wir schaffen Raum für neue Ideen und Innovationen, um weiterhin mit unseren Kunden zu wachsen.“

F&E-Räumlichkeiten in Graz, Linz und Villach erweitert

Diese positive Marktentwicklung treibt auch die F&E-Aktivitäten von Infineon Austria. Um dem Mangel an Forschungs- und Entwicklungsräumlichkeiten entgegenzuwirken und die Infrastruktur für das prognostizierte Wachstum der kommenden Jahre bereitzustellen, werden die österreichischen F&E-Standorte ausgebaut. Die räumlichen Kapazitäten in Graz, Linz und Villach werden bis 2020 um zusätzlich 860 F&E-Plätze erweitert. Im Entwicklungszentrum für kontaktlose Sicherheitstechnologien in Graz entstehen 290, im Entwicklungszentrum für Hochfrequenztechnologien DICE in Linz 220 zusätzliche F&E-Arbeitsplätze. Am Headquarter in Villach werden 40,1 Millionen Euro in einen Neubau mit einer Gesamtkapazität von 600 F&E-Arbeitsplätzen investiert. Dieser bietet ausreichend Platz für die Übersiedlung von bestehenden F&E-Abteilungen, zusätzlich 350 F&E-Arbeitsplätze sowie für die Erweiterung der Kantine.

Zusätzliche globale Geschäftsverantwortung

Mit Oktober 2017 hat Infineon Austria die Unternehmereigenschaft für die koreanische Infineon Technologies Power Semitech Co. Ltd. übernommen. Dieses Konzernunternehmen mit rund 60 Millionen Euro Umsatz entwickelt und produziert intelligente Leistungsmodule, die eine höhere Energieeffizienz bei Haushaltsgeräten wie Kühl- und Gefrierschränken, Waschmaschinen, Trocknern und Klimageräten ermöglichen. Infineon Austria wird für diese Produktlinie das globale Marketing und Produktgeschäft koordinieren.

„Mit dieser Transaktion stärkt Infineon erneut die globalen Geschäftsaktivitäten der Headquarterbereiche in Villach“, sagt Oliver Heinrich, Finanzvorstand der Infineon Technologies Austria AG. „In den vergangenen fünf Jahren wurde das Produktgeschäft für Energiesparchips in Österreich sukzessive erweitert. Dadurch hat sich der Umsatz von Infineon Austria in diesem Zeitraum verdoppelt.“

Insgesamt wurden Investitionen von 150,2 Millionen Euro vorgenommen. Davon wurden 113,1 Millionen Euro in neue Produktionsinfrastruktur investiert. Diese Investitionen in Sachanlagen liegen damit auf vergleichbarer Basis um 16 Prozent unter dem Vorjahreswert (Investitionen 2016: 133,9 Millionen Euro). Die übrigen 37,1 Millionen Euro dienten zur Finanzierung von immateriellen Wirtschaftsgütern aufgrund der erweiterten Geschäftsverantwortung.

F&E-Aufwendungen auf hohem Niveau

Infineon Austria hat im Geschäftsjahr 2017 428 Millionen Euro für Forschung, Entwicklung und Innovation aufgewendet. Das sind um 16 Millionen Euro oder 4 Prozent mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr, was einer Forschungsquote von 17 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Damit zählt Infineon zu den forschungsstärksten Industrieunternehmen in Österreich.

Personal: Erneut Höchststand

Zum Bilanzstichtag beschäftigte Infineon Austria an den Standorten Villach, Klagenfurt, Graz, Linz und Wien insgesamt 3.785 Personen. Das sind um 160 Beschäftigte mehr als im Vorjahr (plus 4 Prozent). Damit hat das Unternehmen den Höchststand aus dem Geschäftsjahr 2016 ein weiteres Mal übertroffen. Der Personalaufbau erfolgte insbesondere in Forschung und Entwicklung. Rund 51 Prozent der Beschäftigten verfügen über eine akademische Ausbildung.

1.547 Personen sind in Forschung & Entwicklung tätig. Das bedeutet eine neuerliche Steigerung um über 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.426 Personen). Infineon Austria beschäftigt damit knapp ein Viertel der F&E-Belegschaft des gesamten Konzerns.

„Aufgrund der starken Kundennachfrage nach unseren Entwicklungsleistungen haben wir derzeit rund 200 Stellen ausgeschrieben“, erklärt Sabine Herlitschka. „Wir suchen vor allem Fachkräfte in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften sowie Informations- und Kommunikationstechnologien.“

Entwicklungsorientierte Fertigung

Im Geschäftsjahr 2017 wurden in Villach 14,3 Milliarden Chips produziert (2016: 16,3 Milliarden Chips). Im Sommer gab der Infineon-Konzern bekannt, 35 Millionen Euro in den Ausbau der Entwicklungs- und Fertigungsaktivitäten für das neue Halbleitermaterial Siliziumkarbid in Villach zu investieren. Das umfasst die Weiterentwicklung von Halbleiter-Prozesstechnologien, modernste Fertigungsanlagen sowie die Erweiterung der bestehenden Produktionsinfrastruktur. Der Villacher Standort ist damit das globale Kompetenzzentrum für Siliziumkarbid und Galliumnitrid im Infineon-Konzern.

„Dieses Investment unterstreicht unsere Position als Innovationsfabrik im Konzern“, sagt Thomas Reisinger, Vorstand für Operations der Infineon Technologies Austria AG. „Unsere technologischen Schwerpunkte auf neuen Halbleitermaterialien, ultradünnen Siliziumscheiben und zukunftsorientierten Automatisierungs- und Digitalisierungskonzepten treiben wir in enger Zusammenarbeit mit der Entwicklung am Standort weiter voran“.

Mit Fertigstellung des Pilotraums Industrie 4.0 im Jahr 2017 startete die nächste Stufe der Digitalisierung am Produktionsstandort Villach. Entwicklung und Fertigung werden stärker miteinander vernetzt, im Betrieb generierte Daten intensiver genutzt und die Arbeitswelt aktiv weiterentwickelt. Weitere neue Jobprofile, wie der Data Scientist und der Roboterkoordinator, wurden geschaffen. Die Werkmeister- und Lehrlingsausbildung („Lehre 4.0“) wurden auf die Anforderungen des digitalen Wandels ausgerichtet.

Über Infineon Austria

Die Infineon Technologies Austria AG ist ein Konzernunternehmen der Infineon Technologies AG, einem weltweit führenden Anbieter von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mikroelektronik von Infineon senkt den Energieverbrauch von Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und Industrieanlagen. Sie trägt wesentlich zu Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Fahrzeugen bei und ermöglicht sichere Transaktionen in einer vernetzten Welt.

Infineon Austria bündelt als einziger Standort neben Deutschland die Kompetenzen für Forschung & Entwicklung, Fertigung sowie globale Geschäftsverantwortung. Der Hauptsitz befindet sich in Villach, weitere Niederlassungen in Graz, Klagenfurt, Linz und Wien. Mit 3.785 Beschäftigten (davon über 1.547 in Forschung und Entwicklung) aus rund 60 Nationen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 (Stichtag 30. September) einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Mit einem Forschungsaufwand von 428 Millionen Euro zählt Infineon Austria zu den forschungsstärksten Unternehmen Österreichs.

Weitere Informationen unter www.infineon.com/austria

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