ÖH: Mehr Mut bei der Entwicklung von Maßnahmen für einen inklusiveren Hochschulraum gefordert

Statement zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Wien (OTS) - Alljährlich stehen am 3. Dezember Menschen mit Behinderung im Fokus der Öffentlichkeit. Anlässlich des gestrigen Aktionstages möchte auch die Österreichische Hochschüler_innenschaft auf jene 12 Prozent ihrer Mitglieder aufmerksam machen, die eigenen Angaben zufolge mindestens eine studienerschwerende gesundheitliche Beeinträchtigung besitzen. „Der Studienalltag bringt leider noch immer vielfältige Barrieren mit sich: Bei der Infrastruktur, in digitalen Angeboten, dem erschwerten Zugang zu Lehrinhalten und der fehlende Sensibilisierung des Lehr- und Verwaltungspersonals“, zeigt Hannah Lutz vom Vorsitzteam der ÖH auf.

"Obwohl diese Probleme inzwischen altbekannt sind, werden sie nur schleppend angegangen", führt Lutz weiter aus. Das zentrale Strategiepapier der österreichischen Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, der "Nationale Aktionsplan 2012-2020", definiert nur wenige, auffallend unkonkrete Maßnahmen und Indikatoren für den Hochschulbereich. "Von der neuen Bundesregierung erwarten wir uns mehr Mut bei der Entwicklung von Maßnahmen für einen inklusiveren Hochschulraum. Außerdem fordern wir mehr Zielstrebigkeit bei der Implementierung von Strategien, allen voran der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung“, stellt Lutz in diesem Zusammenhang klar.

Im Hinblick auf einen inklusiveren Hochschulsektor hat die ÖH in der Vergangenheit, etwa im Rahmen der Publikation "Forum Hochschule", bereits eine Reihe von Maßnahmenvorschlägen ausgearbeitet. „Wir sind durch den Input unserer Mitglieder die Expert_innen in diesem Bereich. Daher erwarten wir uns in der kommenden Legislaturperiode eine stärkere Bereitschaft zur Zusammenarbeit, als das bislang der Fall war“, merkt Lutz abschließend an.

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