Kaske: Auch bei der Verkehrspolitik die Lage der Beschäftigten mitdenken

Künftige Regierung muss Antworten auf Lohn- und Sozialdumping geben / Gut, dass wichtige Infrastrukturprojekte vorangetrieben werden

Wien (OTS) - "Zukunftsorientierte Politik muss angesichts des rasanten Wandels in der Arbeitswelt immer im Blick haben, was sie für die Beschäftigten im Lande bedeutet. Das gilt gerade auch bei den Themen Verkehr und Infrastruktur“, sagt AK Präsident Rudi Kaske zu den bisher vorliegenden Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen beim Thema Verkehr und Infrastruktur. Etwa 200.000 Menschen in Österreich arbeiten im Bahnbetrieben, Bus- und Taxiunternehmen, im Schiffs- oder Flugverkehr oder im Gütertransport. Viele von ihnen erleben, dass ihre Arbeitsbedingungen massiv unter Druck geraten sind. So werden etwa im Busverkehr weitere Liberalisierungen angekündigt. „Gerade der Busverkehr unterliegt schon jetzt einem hohen Lohndruck. Viele heimische Unternehmen und ihre Beschäftigten können dem kaum noch standhalten.“ Positiv wertet Kaske, dass die wichtigen Verkehrsinfrastrukturprojekte wie etwa die 3. Piste und der Lobautunnel weiter vorangetrieben werden sollen und dass der Bund eine Rahmenkompetenz für die Raumplanung erhalten soll.

Auch bei der Finanzierung der öffentlichen Verkehrsmittel fehlen bisher noch konkrete Aussagen. Dabei drängt hier die Zeit: 2019 laufen die Verkehrsdiensteverträge in ganz Österreich aus und müssen neu bestellt werden. „Das wäre eine Chance, die Bahn-Unternehmen und ihre Beschäftigten in Österreich zu stützen. Mit einer Direktvergabe könnten österreichische Steuergelder an viele regionale österreichische Unternehmen und ihre Beschäftigten fließen. Diese Möglichkeit darf die Regierung nicht verpassen“, so Kaske. Österreich brauche einen gut finanzierten öffentlichen Verkehr, damit hunderttausende Pendlerinnen und Pendler kostengünstig und schnell auch per Bus und Bahn unterwegs sein können.

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