„ORF III Kulturdienstag“: Von Augarten Porzellan bis zum „Lebensraum Hotel Bristol“

Außerdem: „Mythos Geschichte“ zu „Lebensraum: Wiener Staatsoper“ und „Vieler Herren Häuser: Der Palast des Walzerkönigs“

Wien (OTS) - Der „ORF III Kulturdienstag“ am 28. November 2017 startet mit einer neuen Ausgabe von „Aus dem Rahmen“ zum berühmten „Augarten Porzellan“ (20.15 Uhr). Wo ab dem 18. Jahrhundert die europäische Hocharistokratie Kuchenteller und Teetässchen orderte, wird auch heute noch filigranes Porzellan mit der Hand bemalt und bis an das japanische Kaiserhaus verschifft. Hier steht auch einer jener Flaktürme, die Wien stets zur Demut mahnen; von hier aus tragen die Wiener Sängerknaben einen ganzen Tourismuszweig hinaus in die Welt. Nicht nur Massen an japanischen Touristen sichern die Existenz der traditionsbewussten Porzellanmanufaktur Augarten; in dieser Folge ist es auch Karl Hohenlohe, der der Werkstätte und dem hauseigenem Museum einen Besuch abstattet.
„Erbe Österreich“ erkundet anschließend den „Lebensraum Hotel Bristol“ (21.05 Uhr). Das Wiener Luxushotel ist seit mehr als 100 Jahren ein Brennpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Erbaut am sogenannten Ringstraßen-Corso, der Nobel-Flaniermeile des 19. Jahrhunderts, sollte es den Inbegriff englischer Eleganz verkörpern – daher auch der Name. Viele Prominente haben hier genächtigt, vom Pianisten Artur Rubinstein bis zum Bambi-Autor Felix Salten. In der Besatzungszeit richteten sich hier die Amerikaner in Sichtweite der Sowjets ein, die sich wiederum im schräg gegenüberliegenden Hotel Imperial niedergelassen hatten. Die ORF-III-Neuproduktion von Isabel Gebhart porträtiert das renommierte Haus quer durch die Jahrzehnte. Danach führt „Mythos Geschichte“ in einem Film von Stefan Regenfelder in den „Lebensraum: Wiener Staatsoper“ (21.55 Uhr). Zu den Wahrzeichen, die die Wiener/innen am meisten lieben, zählt ganz klar das berühmte Opernhaus am Ring. Seine Zerstörung im April 1945 stellt ebenso wie seine Wiedereröffnung im November 1955 eine der großen emotionalen Zäsuren in der Geschichte dieser Stadt dar. In der Musikmetropole Wien nimmt die Staatsoper nach wie vor eine zentrale Stelle ein. Auch wer sich hier nie eine Karte kauft, weiß meistens, wann „die Netrebko“ oder andere Stars im Haus singen, denn mehr als in jeder anderen Stadt leben die Menschen hier mit ihrer Oper mit. In einer weiteren, abschließenden Folge von „Mythos Geschichte“ wird das Palais Coburg, ein ebenso geschichtsträchtiges Wiener Gebäude, vorgestellt. Die Dokumentation „Vieler Herren Häuser: Der Palast des Walzerkönigs“ (22.45 Uhr) von Günter Kaindlstorfer erzählt die Geschichte dieses Palais anhand der Lebenslinie des Wiener Walzerkönigs Johann Strauss, der als deutscher – Coburger – Staatsbürger starb. Bis heute zählt der Wechsel seiner Staatsbürgerschaft zu den bleibenden Wunden der Altwiener Seele. Seiner Zuwendung zur Familie Coburg tat dies jedoch keinen Abbruch. Bis zuletzt weilte Strauß immer wieder im opulenten Palais und widmete den Coburgs auch so manche Komposition.

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