„profil“: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Wienwert

Verdacht der Untreue sowie der Vollstreckungsvereitelung zugunsten eines anderen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKSt) gegen das Immobilienunternehmen Wienwert. Konkret geht es um den Verdacht der Untreue sowie des Verdachts der Vollstreckungsvereitelung zugunsten eines anderen. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine am 29. September vom Verein Cobin Claims – einer Plattform für Sammelklagen bei Massenschäden – eingebrachten Sachverhaltsdarstellung. Verdächtige:
Wienwert-Vorstand Stefan Gruze sowie die beiden Gründer und Aufsichtsräte Wolfgang Sedelmayer und Nikos Bakirzoglu.

Es sei „nicht auszuschließen, dass die Gesellschaft WW Holding AG widerrechtlich um EUR 3,12 Mio. entreichert wurde“, heißt es in der Sachverhaltsdarstellung. Hintergrund ist der Verkauf der Markenrechte durch Gesellschaften der Firmengründer an die Wienwert Holding im März 2016 um 3,12 Millionen Euro, sowie die spätere Übertragung der Marke an die Wienwert AG.

Wien-Wert-Vorstand Gruze hält in seiner Rechtfertigung gegenüber „profil“ fest: „Der gemeinsam mit meiner Bestellung zum CEO durchgeführte Kauf der Markenrechte, sowie die spätere Sacheinlage dieser Rechte in die neue Wienwert AG wurden auf Basis eines Sachverständigengutachtens einer weltweit führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt.“ Die Vorwürfe gingen somit ins Leere. Aufsichtsrat Sedelmayer erklärt: „Uns sind diese Vorwürfe völlig neu, die Sachverhaltsdarstellung ist uns von der Staatsanwaltschaft noch nicht einmal übermittelt worden. Soweit wir das überblicken können, sind die dort angesprochenen Angelegenheiten sorgfältig mit Wirtschaftsprüfern abgestimmt beziehungsweise sogar deren Vorschläge.“ Insofern gehe man davon aus, dass alles absolut korrekt sei.

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