Grüne Wien/Huemer: Jede Frau hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen als Startschuss für "16 Tage gegen Gewalt"

Wien (OTS) - „Jede Frau hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt“, hält Barbara Huemer, Frauensprecherin der Grünen Wien anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen fest. Für sie ist klar: Es gibt Null Toleranz gegenüber Hass im Netz, Gewalt im sozialen Nahraum oder bei sexueller Belästigung. Die Würde und Integrität von Frauen darf nicht verletzt werden. „Die körperliche, sexuelle und seelische Unversehrtheit von Frauen und Mädchen ist ein Menschenrecht“, so Huemer.

„Der gesellschaftliche Handlungsbedarf ist riesengroß, damit dieses Recht gelebte Realität für alle Frauen und Mädchen wird“, so Huemer. Statistiken zu Gewaltverbrechen, globale Bewegungen wie #metoo, Tätigkeitsberichte von Frauenhäusern oder Berichte von Frauenrechtsorganisation zeigen auf, wie unendlich groß das Ausmaß an Gewalt ist. Die Frauensprecherin zeigt sich erschüttert: "Noch immer ist es für Mädchen und Frauen Realität verbaler Abwertung, Belästigung und Gewalt zu erfahren. 40 Prozent sind davon mitten unter uns betroffen.“

Laut Eurostat kam es allein 2015 in der Europäischen Union zu 215.000 angezeigten Sexualverbrechen, davon waren 80.000 Vergewaltigungen. Über 90 Prozent der Opfer von Vergewaltigungen waren Frauen, und mehr als 80 Prozent der sexuellen Übergriffe wurden an Mädchen und Frauen verübt. "Die Zahl der angezeigten Fälle von Gewalt ist bekanntlich nur die Spitze des Eisberges. Es gibt eine große Dunkelziffer“, so Huemer. Frauen befürchten Stigmatisierung, Racheakte des Täters und Retraumatisierung durch Polizei und Justiz.

Aufrüttelnd ist für Huemer auch die neueste Studie von Amnesty International zu verbaler Gewalt gegen Frauen in sozialen Medien: Frauen werden nicht nur öfter abgewertet, ihr Aussehen negativ kommentiert, sie sind fast schon regelmäßig mit heftigen Gewaltdrohungen wie etwa Vergewaltigungen konfrontiert. Eine Folge davon ist der Rückzug aus Onlinemedien zum eigenen Schutz und dem der Familie. "Das lässt alle Alarmglocken schrillen, denn hier wird gezielt versucht Frauen und Mädchen mundtot zu machen", so Huemer.

Positiv sieht Huemer die #metoo-Bewegung. „Es wird transparent gemacht, dass ein großes Machtgefälle zwischen den Geschlechtern Beleidigungen, Übergriffe und Gewalt fördert.“ Die Offenheit und Solidarität wie in der #metoo Debatte sind zukunftsweisend. Sie stärkt Frauen in ihrem Recht auf ein gewaltfreies Leben. Egal ob zu Hause, in der Arbeit, im Spitzensport, im öffentlichen Raum oder im Web 2.0. Frauenrechte sind unteilbar", so Huemer.

Mit dem morgigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen startet die 16 tägige Antigewalt- und Aufklärungskampagne, die mit dem Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember endet. Traditionell hissen die Wiener Grünen aus diesem Anlass die Fahne „frei leben von Gewalt“ an ihrem Parteigebäude. Die Grünen Frauen Wien beteiligen sich an der Kampagne.

Veranstaltungshinweis:

Frauensprecherin Barbara Huemer und die Grünen Frauen Wien laden am 1. Dezember um 18:00 in den Grünen Rathausklub zur Diskussion "Der soziale Nahraum - sicher für Frauen?

mit:
Maria RÖSSLHUMMER, Verein Autonome Österreichische Frauenhäusern (AÖF)
Tamar ÇITAK, Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt

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