ÖH Innsbruck: Wer Antritte reduzieren will soll eigenen Studienerfolg vorlegen

Die ÖH Innsbruck spricht sich klar gegen die Forderung der Universitätskonferenz (uniko) aus, Prüfungsantritte zu reduzieren und verortet das Problem an anderer Stelle

Innsbruck (OTS) - Die Forderungen der Universitätskonferenz, die Anzahl der Prüfungswiederholungen zu reduzieren sowie Studierende bei längerer Prüfungsinaktivität aus dem Studium werfen zu können, werden von der ÖH Innsbruck entschieden abgelehnt. „Vielmehr sollten“, so der Innsbrucker ÖH Vorsitzende Dominik Berger, „die eigentlichen Ursachen mehrmaliger Prüfungswiederholungen behoben werden.“

Willkür bei Prüfungen

„Wer geht schon gern fünf Mal zur selben Prüfung? Die Erfahrung im Universitätsalltag zeigt, dass sich bei bestimmten Prüfern die Prüfungswiederholungen häufen.“ Den Vorwurf der uniko, Studierende würden den ersten Antritt nur zum Probieren nützen, lässt Berger nicht gelten: „Nicht die Anzahl der Prüfungsantritte ist Grund für dieses Probieren, sondern die Unberechenbarkeit bestimmter Prüferinnen und Prüfer. Bei über 60% der Studierenden die neben dem Studium arbeiten müssen um ihr Studium zu finanzieren, kann von Bummelstudenten keine Rede sein.“ Berger sieht die Rektorate gefordert, die Qualität der Lehre und der Prüfungen konsequenter zu evaluieren. Mangelhafte Lehrveranstaltungen, fehlende Übereinstimmung zwischen Lehr- und Prüfinhalt und ein willkürlicher Prüfungsstil sind auf Universitäten mit Qualitätsanspruch inakzeptabel.

Politische Verantwortliche gefordert

Klare Worte richtet ÖH Chef Berger an die Politik: Die Flexibilität ist es, die das Studium in Österreich ausmacht. Ehrenamtliches Engagement, internationale Mobilität und berufliche Erfahrung tragen zu einer ganzheitlichen Ausbildung bei. Das Alles ist nur möglich, wenn Zeit darin investiert werden kann. Ich wage zu behaupten, dass sich gerade unter den politischen Entscheidungsträgern genug Personen finden, die ohne mehrere Prüfungsantritte und längere Studiendauer heute keinen akademischen Titel inne hätten. Wer den Vorschlag der uniko und damit die Einschränkung der Gestaltungsmöglichkeiten im Studium unterstützt, soll auch den eigenen Studienerfolg vorlegen.

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