Europäisches Parlament gibt grünes Licht für EU-Bio-Verordnung

Agrarausschuss des Europäischen Parlaments stimmt mit großer Mehrheit für die neuen Bio-Regeln – Abstimmung im Ministerrat folgt am 11. Dezember

Schiltern/Wien (OTS) - Nach dem positiven Ergebnis am Montag im Sonderausschuss Landwirtschaft wurde heute, am 22. November, im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments über die neue EU-Bio-Verordnung abgestimmt. Das Ergebnis: 29 Stimmen dafür, 11 Stimmen dagegen und 4 Enthaltungen. „Wir begrüßen das positive Urteil des Agrarausschusses“, freut sich Christian Schrefel, Obmann des Vereins ARCHE NOAH, der sich für die Erhaltung und Weiterentwicklung der Kulturpflanzenvielfalt einsetzt. „Der Kompromiss war eine schwere Geburt, aber die neue Verordnung wird unterm Strich wesentliche Verbesserungen für den Bio-Sektor, die Konsument*innen und die Umwelt mit sich bringen.“

Die Verordnung, die am 1. Jänner 2021 in Kraft treten soll, muss noch auf Ministerebene im Rat Landwirtschaft sowie im Plenum des Europäischen Parlaments beschlossen werden. Mit dem 11. Dezember steht der Termin für die Abstimmung im Rat bereits fest. „Wir hoffen, dass die scheidende österreichische Bundesregierung ihre ablehnende Haltung bis dahin noch einmal überdenkt. Seit dem Erstentwurf der Verordnung durch die EU-Kommission hat sich viel getan und nun liegt uns ein Text vor, der viele Vorteile für die unterschiedlichen Akteure beinhaltet“, so Schrefel.

Bei ARCHE NOAH sieht man besonders in den neuen Bestimmungen in der Verordnung bezüglich Bio-Saatgut einen großen Schritt nach vorne. Aktuell kommen circa 80% des Saatguts, das in der Bio-Landwirtschaft in der EU verwendet wird, aus konventioneller Vermehrung, über 95% sogar aus konventioneller Züchtung. Diese standardisierten Sorten eignen sind nur begrenzt für den biologischen Anbau. Die neue EU-Bio-Verordnung würde dagegen die Vermarktung von heterogenem Bio-Saatgut massiv erleichtern. „Somit könnte mehr Vielfalt auf unsere Felder und unsere Teller gelangen. Das Angebot an angepasstem Bio-Saatgut für unsere Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern würde auch steigen – eine zukunftsweisende, wichtige Entwicklung.“ findet Schrefel.

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