• 22.11.2017, 14:03:07
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Seit 2002 wurden in Niederösterreich 500 Hochwasserschutzprojekte umgesetzt

LH Mikl-Leitner: „Wir in NÖ leben das Miteinander – am Tag der Katastrophe und am Tag danach“

Utl.: LH Mikl-Leitner: „Wir in NÖ leben das Miteinander – am Tag der
Katastrophe und am Tag danach“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Das Jahr 2002 brachte für Niederösterreich
eine dramatische Hochwasserkatastrophe, die auch enorme Schäden
verursacht hat. In Niederösterreich hat man darauf reagiert und ein
umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt: In einer gemeinsamen
Kraftanstrengung von Bund, Land und Gemeinden konnten seither 500
Hochwasserschutzprojekte fertiggestellt und damit 270 Gemeinden
sicherer gemacht werden. 870 Millionen Euro wurden dafür von Bund,
Land und Gemeinden gemeinsam investiert. Diese Erfolgsbilanz hat man
heute, Mittwoch, zum Anlass genommen, um unter dem Motto
„Niederösterreich sagt Danke“ ein „Fest des Dankesagens“ zu
veranstalten.

Landeshauptfrau Mikl-Leitner betonte in ihrer Stellungnahme den
niederösterreichischen Familiensinn, der sich gerade in den
Hochwasserkatastrophen bewährt habe: „Wir in Niederösterreich leben
das Miteinander – nicht nur in der Katastrophe, sondern auch am Tag
danach.“ Dieses Miteinander brauche es auch in der Umsetzung der
Hochwasserschutzprojekte, und dafür sage sie heute „ein großes und
herzliches Dankeschön“, so die Landeshauptfrau. Land, Bund und
Gemeinden arbeiteten „Seite an Seite“, betonte sie: „Die
Zusammenarbeit funktioniert.“

Niederösterreich habe eine „Vorbildwirkung auf andere europäische
Länder“, sagte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Bis 2023 habe man
noch 160 weitere Projekte in Planung, gab er einen Ausblick: „Derzeit
sind 70 Projekte in Bau, 25 schließen wir heuer ab und 25 beginnen
wir wieder neu.“ Im Blick nach vorn sei es auch besonders wichtig,
„den Zusammenhalt der Familie Niederösterreich auch in Zukunft
beizubehalten“, betonte er.

„Ein großes Danke“ sagte auch Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl,
Bürgermeister von Grafenwörth und Präsident des
niederösterreichischen und des österreichischen Gemeindebundes. Er
hob in seinen Worten vor allem auch die Rolle der Bürgermeisterinnen
und Bürgermeister als „perfekte Krisenmanager und perfekte
Projektmanager“ hervor.

In den vergangenen 15 Jahren habe man bei den Hochwässern in
Niederösterreich „sehr viel Leid, aber auch sehr viel Dankbarkeit und
sehr viel Unterstützung“ erlebt, resümierte Landesfeuerwehrkommandant
Dietmar Fahrafellner. 2002 seien beim Hochwasser 20.000, beim
Hochwasser 2013 sogar 30.000 Feuerwehrleute eingesetzt gewesen.

Über die Vorarbeiten, die Umsetzung und den Nutzen von
Hochwasserschutzprojekten in ihren Gemeinden sprachen Bürgermeister
a. D. Anton Bodenstein (Weißenkirchen), Bürgermeister Rudolf Mayer
(Raabs/Thaya), Bürgermeister Robert Meißl (Angern/March) und
Bürgermeister Anton Gonaus (Kirchberg/Pielach) mit dem Moderator der
Veranstaltung Tom Bläumauer.

Das Bundesland Niederösterreich war in den vergangenen 15 Jahren von
mehreren katastrophalen Hochwässern betroffen. Die Hochwasserschäden
dieses Zeitraumes belaufen sich auf rund 1,2 Milliarden Euro.
Besonders dramatisch war die Hochwasserkatastrophe 2002, die eine
grundlegende Neuausrichtung der niederösterreichischen
Hochwasserstrategie bewirkte. Es wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket
beschlossen, das in den Folgejahren konsequent umgesetzt wurde.

Mit dem Donau-Hochwasserschutz in Korneuburg konnte im September
dieses Jahres das 500. Hochwasserschutzprojekt seit 2002 eröffnet
werden. Wie sinnvoll Investitionen in den Hochwasserschutz sind, hat
sich bei Hochwässern der letzten Jahre bereits eindrucksvoll gezeigt,
etwa am Beispiel Ybbs an der Donau: Während das Hochwasser 2002 noch
Schäden von rund 39 Millionen Euro verursacht hatte, konnte der um
rund 24 Millionen Euro errichtete Hochwasserschutz seine Funktion
beim Donauhochwasser 2013 voll erfüllen.

In den kommenden Jahren wird der Ausbau des Hochwasserschutzes in
Niederösterreich konsequent fortgesetzt. Eine Erhebung in allen 573
Gemeinden hat ergeben, dass noch rund 1,4 Milliarden Euro
erforderlich sein werden. Für etwa 160 Projekte liegen bereits
konkrete Planungen vor, die bis 2023 fertiggestellt werden sollen.
Dafür sind rund 360 Millionen Euro an Baukosten veranschlagt.

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