Scheichelbauer-Schuster: Erfreuliches Lehrlingsplus in Gewerbe und Handwerk

Metalltechnik, Elektrotechnik, Nahrungsmittelherstellung und noch viele weitere Branchen suchen Lehrlinge - Ausbildungsreife verankern um schulische Defizite zu beseitigen

Wien (OTS) - „Die Zahlen der Jugendlichen, die sich in ihrem ersten Lehrjahr befinden, geben uns Grund zur Freude: Denn in Gewerbe und Handwerk, Österreichs größte Arbeitgeber- und größte Lehrlingssparte befinden sich mit Ende Oktober um 3,8 Prozent oder 495 Lehrlinge mehr in Ausbildung als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit einher geht natürlich auch ein Plus bei den Ausbildungsbetrieben“, betonte heute, Mittwoch, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster. Um dieses Lehrlingsplus zu verstärken und in den kommenden Monaten mehr Jugendliche die Vorteile und Chancen einer Lehre aufzuzeigen, sei die neue Kampagne unter www.probierdichaus.at ein wichtiger Schritt. Damit werden die Jungen über die für sie maßgeblichen Medien direkt angesprochen.

 Insbesondere in den im Handwerk so wichtigen Bereichen der Metalltechnik, Elektrotechnik, aber auch in der Holzverarbeitung (Tischlerei, Zimmerei), teilweise am Bau und der Nahrungsmittelherstellung (Bäcker, Fleischverarbeiter) können Lehrstellen nicht besetzt werden. „Unsere Betriebe suchen in all diesen Bereichen – teilweise händeringend – Jugendliche, die die geforderte Qualifikation mitbringen. Denn die Schere aus Defiziten in der schulischen Qualifikation und den Anforderungen, die die Lehre heute mit sich bringt, öffnet sich immer weiter. Die Umsetzung einer Ausbildungsreife, sodass die Jugendlichen nachweislich über solide Fertigkeiten im sinnerfassenden Lesen, Schreiben und Rechnen und in sozialen Kompetenzen verfügen, ist eine zentrale Forderung. Diese Maßnahme ist Teil eines 6-Punkte-Pakets, das wir vorgelegt haben, und das auf einen umfassenden Bildungsbegriff zielt, einen verpflichtenden Talentecheck in der 7. Schulstufe in allen Schultypen vorsieht, die Aufwertung des Meisters inkludiert und Schule und Ausbildung stärker verzahnt. Wir müssen unseren Betrieben in der Ausbildung der Fachkräfte von morgen den Rücken stärken. Denn der Mangel an Fachkräften ist groß, so fehlen heuer in Österreichs größter Arbeitgeber-Sparte rund 20.000 Fachkräfte, obwohl bereits ca. 14.000 Personen zusätzlich in Beschäftigung sind“, so die Obfrau abschließend. (PWK900/us)

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