Asyltag 2017: Schwerpunkt auf asylrelevanter Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes

Über 120 EntscheidungsträgerInnen bei juristischem Erfahrungsaustausch

Wien (OTS) - Rund 120 österreischische EntscheidungsträgerInnen aus dem Asylbereich treffen heute beim jährlich stattfindenenden „Asyltag“ in Wien zusammen. Der Schwerpunkt des heurigen Grundsatzreferats zum Auftakt der Veranstaltung liegt auf der aktuellen Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europäischen Union (EuGH) im Asylbereich. Für diese Keynote Speech konnte EuGH-Richter Lars Bay Larsen gewonnen werden, der sich unter anderem mit den europaweit viel diskutierten Entscheidungen zu Relocation und dem Dublin-System auseinandersetzen wird. Anschließend folgt eine Publikumsdiskussion.

Danachen werden in Arbeitsgruppen rechtliche Detailfragestellungen unter anderem zur Dublin-Verordnung, zu Ermittlungspflichten im Asylwesen und zu Asyl und subsidiärem Schutz am Beispiel Irak erläutert. Zusätzlichen fachlichen Input liefern dazu ExpertInnen aus dem In- und Ausland.

„Mit dem Asyltag möchten wir Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern Instanzen übergreifend die Möglichkeit bieten, sich informell zu aktuellen, asylrechtlichen Themen auszutauschen und von der jeweiligen Expertise der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu profitieren“, so Christoph Pinter, Leiter von UNHCR Österreich.

Der Asyltag richtet sich an staatliche AkteurInnen aus dem österreichischen Asylbereich und wird auf Initiative des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR in Kooperation mit dem Verfassungsgerichtshof, dem Verwaltungsgerichtshof, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl organisiert.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Bridge“ statt, das durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union und das Bundesministerium für Inneres kofinanziert wird.

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Mag.a Ruth Schöffl, Tel.: +43-1/26060 5307, +43/699 1459 5307, Mail: schoeffl@unhcr.org

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