- 20.11.2017, 11:44:54
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16 Tage gegen Gewalt – Nussbaum: Gewalt kann niemals gerechtfertigt sein
Infoveranstaltungen in der Grazer Innenstadt am 28. und 30. November 2017
Utl.: Infoveranstaltungen in der Grazer Innenstadt am 28. und 30.
November 2017 =
Wien (OTS/SK) - Die „16 Tage gegen Gewalt“ starten mit dem
Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November und
enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag für Menschenrechte.
„Übergriffe finden täglich statt, ob körperlich, sexuell oder
psychisch. Laut Statistiken ist jede fünfte Frau Gewalt ausgesetzt –
die Dunkelziffer ist weitaus höher. Gerade in diesen Aktionstagen
geht es darum, die Menschen für die unterschiedlichsten Formen von
Gewalt zu sensibilisieren“, so die steirische
SPÖ-Nationalratsabgeordnete Verena Nussbaum. Die Abgeordnete wird
gemeinsam mit den Frauen der Grazer SPÖ am 28.11 und am 30.11.2017
Informationsmaterial in der Grazer Innenstadt verteilen. ****
„Die Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie schildern die
Mythen in unserer Gesellschaft, mit denen wir unbedingt aufräumen
müssen“, so Nussbaum. Etwa, dass es sich „nur“ um einen privaten
Streit handelt, den der Staat nichts angehe, Männer ihre Gefühle
nicht anders ausdrücken können, selbst in der Kindheit Gewalt
ertragen mussten oder Alkoholprobleme die Ursache für Gewalt sind.
Andere Mythen sind, dass es sich typischerweise um Problemfamilien
handelt, Frauen Gewalt provozieren oder Übergriffe erfinden. Ein
anderer, dass Gewaltopfer doch einfach eine Beziehung, die von Gewalt
beherrscht wird, verlassen können. Aber ist es so einfach für die
Opfer, aus der Gewaltspirale auszubrechen? Macht und viele anderen
Faktoren wie Kontrolle, Unterdrückung, Angst, Abhängigkeiten lassen
die Opfer oft in einer gefühlten Hilflosigkeit die Erniedrigungen
erdulden. Sie verharmlosen die Übergriffe oder hoffen auf eine
Besserung. „Gewalt kann niemals gerechtfertigt sein“, so Nussbaum.
Auch in der digitalen Welt ist psychische Gewalt allgegenwärtig:
Beschimpfungen, Mobbing, Hasspostings, aber auch das Ausspionieren
und Stalken über Software-Apps sind Beispiele, wie sich Gewalt
digitalisieren lässt. Mit persönlichen Daten werden die Opfer unter
Druck gesetzt und eingeschüchtert.
Anschuldigungen dürfen keiner Bagatellisierung unterliegen und müssen
ernst genommen werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen auch
den digitalen Gegebenheiten entsprechen. Nussbaum: „Wir müssen die
Menschen sensibilisieren und darüber informieren, wo den Opfern
Unterstützung geboten wird, etwa in den Gewaltschutzzentren oder über
die Frauenhelpline 0800 222 555, die man täglich rund um die Uhr
kontaktieren kann“. (Schluss) sc/sl/mp
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