Greenpeace: Klima-Gipfel der Mutlosigkeit

Umweltschutzorganisation fordert Klimaschutzministerium mit Ministerin oder Minister ohne Parteizugehörigkeit

Bonn/Wien (OTS) - Kurz vor Ende der UN-Klimakonferenz in Bonn bezeichnet Greenpeace den Klima-Gipfel als Gipfel der Mutlosigkeit. „Der Geist von Paris ist in Bonn kaum zu merken. Den Staaten fehlen Mut und Enthusiasmus um das Pariser Klimaschutzabkommen mit Leben zu füllen“, betont Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit. Um die Erderhitzung und damit auch die gravierenden Folgen des Klimawandels einzudämmen, müssen die Länder deutlich ambitionierter werden. Daher fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Österreich ein Klimaschutzministerium einzurichten.

„Klimaschutz muss in Österreich höchste Priorität haben. Es braucht dringend ein eigenes Klimaschutzministerium, mit einer unabhängigen Expertin oder einem unabhängigen Experten an der Spitze. Partei- und Konzerninteressen haben beim Klimaschutz nämlich nichts verloren“, betont Egit. Das Ministerium soll neben Klimaschutz auch die Themen Umwelt, Energie und Verkehr umfassen. Denn nur, wenn all diese Bereiche unter einem Ministerium gebündelt sind, können die klimaschädlichen Treibhausgase tatsächlich reduziert werden. Zudem müssen im kommenden Regierungsprogramm in einem eigenen Kapitel konkrete Maßnahmen festgeschrieben werden, um etwa den Verkehr umweltfreundlich zu machen, Häuser zu sanieren und auf saubere Energie umzusteigen.

Die stärksten Signale für mehr Klimaschutz kamen bei der UN-Klimakonferenz vor allem außerhalb der Verhandlungsräume: Zum einen hat sich eine große Länder-Allianz für den Kohleausstieg gebildet und zum anderen haben mehrere US-amerikanische Bundesstaaten, Städte und Unternehmen zugesagt, im Gegensatz zur Trump-Administration, weiterhin auf Klimaschutz zu setzen. „Nach den Verhandlungen sind die einzelnen Staaten wieder am Zug“, so Egit. „Hier bleibt noch viel zu tun, wenn wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern wollen. Für Österreich braucht es dafür ein Klimaschutzministerium.“

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Klima- und Energiesprecher
Greenpeace CEE in Österreich
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