AK Erfolg: Ablehnung der Überwachungsfunktion von Smart Metern wird einfacher

Verordnung des Wirtschaftsministers zu intelligenten Messgeräten soll in den nächsten Tagen in die Begutachtung gehen

Wien (OTS) - Die Verordnung zu intelligenten Messgeräten bringt endlich eine klare Regelung für KonsumentInnen: Sie haben ein Recht darauf, nicht von intelligenten Stromzählern (Smart Metern) überwacht zu werden. Die AK untermauerte dieses Grundrecht auf Datenschutz zuletzt durch ein Rechtsgutachten des renommierten Datenschutzrechtsexperten Prof Ennöckl. „Es ist ein Erfolg, dass unsere Vorschläge im vorliegenden Begutachtungsentwurf des Wirtschaftsministers berücksichtigt werden“, sagt AK Direktor Christoph Klein.

Die alten, elektromechanischen Ferraris-Stromzähler werden in den nächsten Jahren sukzessive durch intelligente, digitale Stromzähler ausgetauscht. Wer nicht will, dass sein Stromverbrauch im Viertelstundentakt aufgezeichnet und übermittelt wird, kann diese Funktion deaktivieren lassen. Bisher wurde nur bei fünf Prozent der StromkundInnen dieses Recht auf „Opt-Out“ anerkannt – dieser Flaschenhals zu Lasten der KonsumentInnen soll nun aufgelöst werden.

    Auch was einen realistischen, nicht alle überfordernden Zeitpunkt der Ausrollung von intelligenten Stromzähler anbelangt, hat sich die AK mit ihrem Vorschlag durchgesetzt: Die Netzbetreiber müssen nicht – wie bisher vorgesehen – 95 Prozent der Haushalte in Österreich bereits bis 2019 mit intelligenten Stromzählern ausgestattet haben. Im Jahr 2020 sollen 80 Prozent der Haushalte über intelligente Stromzähler verfügen, exakt jene Quote also, die auch der EU-Vorgabe entspricht. Intelligente Stromzähler, deren ständige Aufzeichnungs- und Übertragungsfunktion deaktiviert ist, werden auf die 80-Prozent- Quote angerechnet.

 

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