WASSER 4.0 – Digitalisierung und Datensicherheit in der Wasserversorgung

Am 16. November 2017 fand im Franz Liszt – Zentrum in Raiding der 12. Infotag Wasser der PLATTFORM WASSER BURGENLAND (PWB) statt.

Raiding/Eisenstadt (OTS) - Mehr als 200 Teilnehmer konnten sich im Rahmen der Vorträge und einer Fachausstellung über branchenspezifische Neuerungen, aber auch über sehr praxisbezogene Themen und über Fortbildungsmöglichkeiten informieren. Hauptthema der Pressekonferenz am 15. Nov. 2017 in Eisenstadt, also am Vortag des Infotages WASSER, war „WASSER 4.0 – Digitalisierung und Datensicherheit in der Wasserversorgung“. Die Referenten Dipl-HTL-Ing. Manfred Eisenhut, Leiter des Fachbereiches Wasser der ÖVGW, Oberst Helmut Greiner, Landespolizeidirektion Eisenstadt, sowie der Obmann der PWB DI Dr. Helmut Herlicska betonten, dass die Wasserversorgung des Burgenlandes auch wenn sie gut aufgestellt ist und ein sehr hohes Niveau aufweist, sich den zukünftigen weiteren Anforderungen von „WASSER 4.0“ im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung stellen muss, wobei der Datensicherheit zunehmende Bedeutung zukommt.

Dipl-HTL-Ing. Manfred Eisenhut, der Fachbereichsleiter Wasser der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach betont, dass im Bereich der Wasserversorgung bereits ein sehr hoher Grad an Automatisierung seit Jahren vorhanden ist. Im Normalbetrieb sind die meisten Pumpwerke und Wasserwerke kaum besetzt. Neue Aspekte bringen Themen der Vernetzung, hier seien unter anderem die sogenannten „intelligenten“ Wasserzähler oder „Smart Meter“ genannt, sowie die zunehmende Nachfrage nach Information, auch auf Basis „sozialer“ Internet- Medien, mit sich“, meint Dipl-HTL-Ing. Manfred Eisenhut. Oberst Helmut Greiner von der Landespolizeidirektion Eisenstadt führt aus: „Themen der Datensicherheit, und hier insbesondere Cyber-Gefährdungen aus dem Netz stehen generell zunehmend im Fokus, auch im Rahmen der polizeibehördlichen Tätigkeiten. Nur durch Sicherheitsinvestitionen in die EDV- Systeme, sowie Schulungen aller Mitarbeiter zur Information und Förderung des Bewusstseins zum Thema Datensicherheit im Netz kann in Zukunft Schlimmeres verhindert werden“. Chef-Insp. Robert Marban, MSc., von der LPD Burgenland meint: „Die Entwicklung in der Informationstechnik und Digitalisierung ist hochdynamisch, wodurch auch die Cyberkriminalität stetig steigt. Daher sind auch die Bemühungen zur Erhöhung der Datensicherheit von so großer Wichtigkeit. Abschließend wird von DI Manfred Eisenhut und DI Dr. Helmut Herlicska unisono darauf hingewiesen, dass hier den Wasserversorgern noch viel Arbeit bevorsteht. Vor allem die Sicherheit personenbezogener Daten, und natürlich die Sicherheit der Steuerungssysteme der Wasserversorgung haben hierbei oberste Priorität. Abschließend wird auf die hohe Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Wasserversorgern als Betreiber einer kritischen Infrastruktur, und den Behörden hingewiesen, um bestmögliche Vorsorge zu betreiben und im Fall der Fälle gemeinsam zu reagieren. Schwerpunkte der Aktivitäten in der PWB sind neben der Organisation des jährlich stattfindenden „Infotag Wasser“ und der Thematisierung verschiedener Aus- und Weiterbildungsangebote, die Stellungnahmen zu Gesetzen und Regelwerken, sowie auch ein reger Interessens- und Wissensaustausch. Die Bildung einer landesweiten Einkaufsgemeinschaft bringt zusätzliche Synergien und Einsparungen. Auch wHR DI Gerald HÜLLER, der zuständige Fachbereichsleiter der Abt.5 des Amtes der Bgld. LR, begrüßt das Engagement der PWB ausdrücklich. „Die Tätigkeit der Plattform Wasser Burgenland trägt wesentlich dazu bei, die sehr hohen Investitionen in die Infrastruktur optimal zu nutzen und zu erhalten, sowie die Wasserqualität langfristig zu sichern.“ „Der heutige Infotag Wasser 2017 soll dazu dienen das Wissen und die Zusammenarbeit zu vertiefen, sowie die neuen Herausforderungen für die burgenländischen Wasserversorger zu diskutieren und möglichst gemeinsam Lösungsansätze auf breiter Basis zu finden“, so Obmann DI Dr. Helmut Herlicska abschließend.

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